Bundesliga

Ex-Profi Görlitz hat einen neuen Weg gefunden

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München – Die Karriere von Andreas Görlitz war von Verletzungen geprägt. Nun blickt er endlich wieder nach vorne.

„Bin komplett infiziert“

Er spielte beim FC Bayern, in Ingolstadt und war sogar in der A-Nationalmannschaft. Andreas Görlitz war ein großes Talent, doch immer wieder warfen ihn Verletzungen zurück. Doch schon in dieser Zeit, begann seine zweite Karriere. „Mein Physiotherapeut Olli Schmidtlein hat damals gesagt: Such dir etwas, in das du Energie und Zeit investieren kannst und das dir Spaß macht. Er meinte dann, ich soll mir doch eine Gitarre kaufen – das habe ich gemacht. (lacht) Seitdem bin ich komplett infiziert.“ Schon zur aktiven Zeit lernte Görlitz das Gitarrespielen, doch nun will der mit der Musik-Karriere richtig durchstarten. „Wir sind 50, 60 Stunden die Woche im Proberaum und schrauben an den Songs. Hoffentlich gibt’s uns bald auch öfter live zu sehen, wir hatten in der neuen Besetzung erst einen Auftritt bei Blickpunkt Sport. Aber wir planen gerade eine kleine Club-Tour, das Set dafür steht bereits“, so Görlitz im Interview mit SPOX.

Room77 statt FC Bayern

Die Band sei immer ein Projekt gewesen, das neben dem Fußball lief. Doch nachdem auch ein Engagement bei den San Jose Earthquakes in Amerika zu Ende ging, setzte Görlitz alles auf die neue Karte Musik und seine Band Room77. „Ich hab bei San Jose von Anfang an gemerkt, dass ich mit der alten Knieverletzung ziemlich viel zu kämpfen hatte. Es ging nie ganz ohne Schmerzmedikamente und viel Arbeit, um einigermaßen beschwerdefrei spielen zu können. Und dann muss man abwägen: Wie lange macht man das mit, um seinen Körper nicht komplett zu ramponieren? Mein Knie macht jetzt immer noch Probleme, egal, ob im Alltag oder bei einem Freizeit-Kick“, erklärt Görlitz im Interview.  Doch dann entschied er sich für Plan B. „Wir hatten schon Auftritte als Vorband von AC/DC und Roxette, das war natürlich der Wahnsinn“, so der 34-Jährige, den es also heute immer noch auf die große Bühne zieht, auch wenn diese nichts mehr mit Fußball zu tun hat.

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Über Daniel Michel

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