Vorschau Bremen – Dortmund: Explodiert „Notlösung“ Schürrle gegen Werder?

München – Werder Bremen als Tabellen-15. empfängt Borussia Dortmund zum Auftakt in das Bundesliga-Jahr 2017. Die Vorschau von fussball.news:

Andre Schürrle ist nun in Dortmund besonders gefordert. Foto: Alex Grimm/Bongarts/Getty Images

BVB nur mit zwei Auswärtssiegen

Sechs seiner acht Auswärtsspiele konnte Borussia Dortmund in dieser Saison nicht gewinnen, nach 16 Spieltagen steht der BVB nur auf Rang 6 in der Tabelle. Das Saisonziel ist Platz drei, doch während die Dortmunder ihre Aufholjagd starten wollen, plagen sie einige Sorgen.

Bender fehlt verletzt

Allen voran will die Verletzten-Misere einfach nicht enden. Verteidiger Sven Bender verletzte sich zuletzt im Testspiel gegen Paderborn (Sprunggelenk), nun meldeten sich auch Mittelfeldspieler Sebastian Rode und Offensivakteur Emre Mor verletzt und werden in Bremen wohl fehlen. Fraglich sind auch die Einsätze von Scorer Ousmane Dembele und Verteidiger Sokratis. Weitere Spieler haben immer wieder körperliche Probleme, Marco Reus und Mario Götze konnten diese Woche aber wieder trainieren.

Wie lange bleiben Tuchel und „Auba“ beim BVB?

Die Vertragssituation von Trainer Thomas Tuchel – er hat Vertrag bis 2018, meidet aber ein Bekenntnis zu Dortmund darüber hinaus – und der weitere Umbruch des Kaders – verlässt Aubameyang Dortmund im Sommer? – bleiben ohnehin öffentliche Themen. Der Leisutngsdruck auf das Team steigt, zumal Stars wie Mario Götze selbst sinnegmäß sagen, dass sie ihre Top-Leistung nicht konstant abrufen. Und nun gibt es noch ein besonderes Problem: Top-Stürmer Pierre-Emerick Aubameyang weilt in Gabun beim Afrika-Cup, Trainer Thomas Tuchel muss „Auba“ einige Spiele ersetzen.

Was ist mit Schürrle los?

Alles läuft darauf hinaus, dass Andre Schürrle als Sturmspitze agieren wird. Aber was ist mit Schürrle leistungstechnisch los? Er hat die Vorlage zum Tor im WM-Finale 2014 für Deutschland geliefert – Schürrle wird also immer ein deutscher Fußball-Held bleiben. Doch auf Vereinsebene sieht sich Schürrle seit mehr als zwei Jahren Kritik ausgesetzt. Bei Chelsea glückte ihm der Durchbruch zum Top-Star nicht, auch wenn er regelmäßig Einsatzzeiten erhielt. Vergangene Saison in Wolfsburg spielte er die Hinrunde extrem schwach, in der Rückrunde besserte er sich, als ihm alle neun Saisontore in dieser Phase glückten. Im Sommer 2016 folgte der Transfer nach Dortmund zu Wunsch-Trainer Thomas Tuchel. Zum Auftakt lieferte Schürrle eine Top-Partie gegen Mainz mit zwei Assists ab, später erzielte er in der Champions League gegen Real Madrid den Ausgleich zum 2:2. Doch insgesamt hielt Schürrle sein Top-Niveau nicht, zahlreiche Kritiker wie Lothar Matthäus haben sich bereits auf ihn eingeschossen. Schürrle führt dagegen regelmäßig an, dass ihn zahlreiche Verletzungen immer wieder zurückwerfen – doch irgendwann muss er natürlich trotzdem funktionieren.


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Als Torjäger gefordert

Nun ist er als Torjäger gefordert. In sieben Bundesligaspielen für den BVB gelangen ihm bislang nur die zwei Assists gegen Mainz, er traf noch kein einziges Mal selbst ins Tor. In Bremen soll er aber nun Pierre-Emerick Aubameyang ersetzen, der 16 der 35 Saisontreffer des BVB geliefert hat. Nur mit einer Leistungsexplosion kann „Notlösung“ Schürrle wohl im Sturm seinen Job erfüllen.

Bremen stellt schwächste Defensive – Drobny nun die Nummer eins im Tor

Womöglich ein Vorteil könnte aber sein, dass Schürrle es mit der schwächsten Defensive der Bundesliga zu tun bekommt. Mit 34 Gegentoren gilt Werder Bremen als „Schießbude“ der Liga. Trainer Alexander Nouri hat in der Winterpause nun zumindest entschieden, dass Jaroslav Drobny die Nummer eins im Tor sein wird – der nicht immer souveräne Felix Wiedwald muss weichen. Auch haben die Bremer auf der Sechser-Position Verstärkung erhalten mit Thomas Delaney aus Kopenhagen. Was Bremen in den vergangenen Spielen geholfen hat: Die Top-Stars in der Offensive sind zurückgekehrt: Claudio Pizarro und Max Kruse sind immer für Treffer gut.

Vertragssituation von Coach Nouri ist offen

Doch auch Bremen hat zwei ähnlich problematische Themen wie Dortmund: Es gibt viele Verletzte – und die Vertragssituation von Trainer Alexander Nouri ist offen. So fehlen Zlatko Junuzovic (Wadenzerrung), Aron Johannsson (Wade), Florian Grillitsch (Schulter) und Philipp Bargfrede (Achillessehne). Hinzu kommen die Langzeitverletzten Justin Eilers und Luca Caldirola. Trainer Alexander Nouri hat nur einen Vertrag bis Sommer 2017 erhalten. Während Nouri betont, er könne nur mit positiven Ergebnissen überzeugen, erklärte Manager Frank Baumann, man sei von Nouri überzeugt, doch man wolle sich nicht drängen lassen in Sachen Vertragsverlängerung. Nouri jedenfalls ist nun fokussiert auf das Spiel gegen den BVB und betonte: „Wir sind bereit.“


Mögliche Aufstellungen:

Schiedsrichter: Daniel Siebert

Anpfiff: 15:30 Uhr

Redaktionstipp: 3:2 für den BVB.

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