Bundesliga

Fällt die 50+1 Regelung?

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Düsseldorf / fussball.news vor Ort – Immer mehr Bundesliga-Manager rechnen damit, dass die 50+1 Regelung fällt. Beim Sport-Business-Kongress SpoBiS verteidigte Herthas Finanzchef den Einstieg eines Investors. 

Neue Wege beim Hauptstadt-Klub

Nach zwei Bundesliga-Abstiegen war Hertha BSC in der jüngeren Vergangenheit stark verschuldet wie Ingo Schiller bestätigte: „Wir standen in der Saison 2011/2012 vor der Situation, dass wir hohe Verbindlichkeiten und ein negatives Eigenkapital hatten. So stellten wir uns die Frage wie wir die wirtschaftliche Basis von Hertha BSC neu definieren können.“ Um der Negativ-Spirale zu entkommen, visierte der Hauptstadt-Klub eine nachhaltige Veränderung an: „Wir waren der Überzeugung, dass dies nur möglich ist, wenn wir einen strategischen Partner ins Boot holen, der auf Eigenkapital-Basis Geld in Hertha BSC investiert“, sagte Schiller.

Brooks-Verlängerung dank Investor

Im Februar 2014 stieg der Finanzinvestor KKR mit rund 61 Millionen Euro als Investor ein. Diesen umstrittenen Deal verteidigte der Finanzchef beim SpoBiS: „Das Erfreulichste ist für uns die Tabelle. Die Investitionen, die dafür notwendig gewesen sind, waren nur durch die Partnerschaft mit KKR möglich.“ Schiller bestätigte, dass auch die Vertragsverlängerung des umworbenen US-Nationalspielers Anthony Brooks durch den Investor zustande kam. Erfolge dieser Art haben offensichtlich Lust auf mehr gemacht: „Wir sind weiterhin offen für weitere Investoren“ kündigte der Hertha-Finanzchef an.

Fällt die 50+1 Regelung?

„Ich glaube wir stehen am Anfang einer Entwicklung, die die Investoren-Landschaft in der Bundesliga verändert“, prognostizierte Ingo Schiller. Im Hinblick auf Vereine wie RB Leipzig und die Premier League geht die Schere immer weiter auseinander. Michael Schade (Geschäftsführer von Bayer Leverkusen), Klaus Hofmann (Präsident des FC Augsburg) und Michael Meeske (Vostand Marketing, Verwaltung und Finanzen beim 1. FC Nürnberg) äußerten sich beim SpoBiS ebenfalls über Club-Strukturen und die Wettbewerbsfähigkeit. Dabei kamen alle auf einen Nenner: Sie erwarten den zukünftigen Wegfall der 50+1 Regel im deutschen Fußball.

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Über Marcel Pramschüfer

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