Bundesliga

FC Bayern verhandelt mit Müller-Wohlfahrt

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München – Nach Informationen von fussball.news stehen die Chancen gut, dass Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt in der kommenden Saison wieder hauptverantwortlicher Team-Arzt des FC Bayern wird. Allerdings soll nun Müller-Wohlfahrt seine Konditionen vorgeben – und seine Funktion etwas anders interpretiert werden.

2. Comeback offenbar möglich

Wie fussball.news in München erfahren hat, sollen die Verantwortlichen des FC Bayern schon vor einigen Wochen auf den 73-Jährigen zugekommen sein und um ein Comeback angefragt haben. Wie es aus dem Umfeld des weltweit anerkannten Arztes heißt, stehe „Mull“ einem erneuten Engagement bei den Münchnern positiv gegenüber.

Jedoch werde der „Preis“, den der FC Bayern für die Rückholaktion bezahlen müsse, deutlich höher als zuvor  sein. So soll Müller-Wohlfahrt zum Beispiel nicht mehr regelmäßig die Münchner bei den Pflichtspielen von der Ersatzbank aus betreuen wollen. Dies könnte, so die Mutmaßung, in der Regel ein befreundeter Kollege von Müller-Wohlfahrt übernehmen. Zudem dürfte der Doc auch eine höhere Gage den Bayern abtrotzen, so die Spekulation. Angedacht ist offenbar, dass Müller-Wohlfahrt der ärztliche Supervisor ist, der aber im Alltagsgeschäft nicht immer mit von der Partie sein muss. Vor Kurzem hatte die Sport-Bild bereits berichtet, Müller-Wohlfahrt könne womöglich eine „Berater-Funktion“ einnehmen. Nun werden die Konditionen offenbar konkret ausverhandelt.

Zwei Mal heftiger Konflikt mit Trainern des FC Bayern

Jedoch: Die Gespräche zwischen „MW“ und dem FC Bayern seien zwar fortgeschritten, aber die Entscheidung, ob ein Comeback Realität werde, sei noch offen. Müller-Wohlfahrt wolle sich nach über dreißig Jahren Tätigkeit beim FC Bayern kein drittes Mal von einem Bayern-Trainer (nach Guardiola und Klinsmann) düpieren lassen, heißt es, auch wenn dieses Szenario beim künftigen Bayern-Coach Carlo Ancelotti als unwahrscheinlich gelten dürfte.

Müller-Wohlfahrt soll sich darüber hinaus sehr über das Vertrauen freuen, dass ihm zahlreiche Spieler des FC Bayern noch entgegenbringen. So suchen regelmäßig Superstars wie Arjen Robben, Franck Ribery oder Philipp Lahm die Praxis des Orthopäden in der Münchner Innenstadt auf.

Rücktritt nach Niederlage in der Champions League

Müller-Wohlfahrt war in der vergangenen Saison als Teamarzt des FC Bayern zurückgetreten. Trainer Pep Guardiola soll offenbar nach der 0:3-Niederlage im Champions-League-Halbfinale beim FC Barcelona auch dem Ärzte-Team eine Mitschuld an der Pleite gegeben haben. Eine Anschuldigung, die für Müller-Wohlfahrt nicht akzeptabel war und zum Rücktritt während der Saison führte.

Nach Informationen von fussball.news soll aber das Verhältnis von Guardiola zum neuen Ärzte-Team auch mit Konflikten belastet sein, zumal die Verletzten-Misere in dieser Saison nicht aufhört. Derzeit steht dem FC Bayern kein einziger gelernter Innenverteidiger zur Verfügung.

Guardiola bestreitet große Konflikte zu haben

Guardiola selbst betonte in Pressekonferenzen regelmäßig, keine Probleme mit Müller-Wohlfahrt und den Ärzten des FC Bayern zu haben. Seine einzige Anforderung sei es, so der Spanier sinngemäß, dass Spieler im Profi-Bereich etwas früher fit gemacht werden vom Ärzte-Team als gewöhnliche Sportler. Diese Kern-Aussage hat bei einigen renommierten Ärzten in Deutschland auch öffentlich für Entrüstung gesorgt. Deren Credo: Ein Spieler muss sich jene Auszeit nehmen dürfen, die er braucht, um wirklich zu gesunden.

Dass übrigens Müller-Wohlfahrt sich noch dem FC Bayern verbunden fühlt, kann man auf seiner Arztpraxis-Homepage ablesen. Dort ist das Teamlogo des FC Bayern zu sehen mit dem Hinweis: Mannschaftsärzte des FC Bayern München.

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