Interview am Morgen

Federico: „Mit Klopp verbindet mich ein freundschaftliches Verhältnis“

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München – Giovanni Federico (35) ist einer der spektakulärsten Zweitliga-Spieler der letzten zehn Jahre. Beim VfL Bochum beendete er 2012 seine Profi-Laufbahn. Seit dem hat er eine eigene Fußballschule aufgebaut, in der er über das gesamte Jahr hinweg Kinder im Ruhrgebiet trainiert. 

fussball.news: Sie spielten nach der Relegation noch eine Saison in Bochum und beendeten anschließend Ihre Profi-Laufbahn. Mit welchen Gefühlen blicken Sie heute auf Ihre Karriere zurück?

Giovanni Federico: Es gibt Kleinigkeiten, die ich hätte anders machen können. Im Großen und Ganzen bin ich aber mit dem Weg, den ich gegangen bin, sehr zufrieden. Ich hatte das Glück in einem großen Radius meines Umkreises zu spielen, in dem ich aufgewachsen bin. Dadurch konnte ich meistens bei meiner Familie bleiben und deswegen würde ich auch jetzt wieder alles so machen wie es gelaufen ist.

fussball.news: Als Christoph Kramer, Lukas Podolski und Mats Hummels ihre ersten Schritte im Profi-Fußball machten, spielten Sie mit ihnen in einer Mannschaft. Hätten Sie ihnen damals eine derart erfolgreiche Karriere zugetraut?

Giovanni Federico: Als der Poldi damals als A-Jugendlicher bei uns aufgetaucht ist, hat man schon gesehen was für ein Riesenfußballer er ist und was für eine gute Qualität er mitbringt. Das Gleiche ist bei Mats Hummels der Fall gewesen – und bei Christoph Kramer war es ähnlich. Von der Qualität her waren alle Drei schon sehr, sehr weit. Die Jugendarbeit in Deutschland ist im Vergleich zu meiner Zeit einfach besser geworden. Auch wenn man guckt wer jetzt alles hochkommt. Ein gutes Beispiel ist Christian Pulisic von Borussia Dortmund, der schon sehr, sehr weit ist.

fussball.news: Nach der Karriere haben Sie Ihre eigene Fußballschule aufgebaut und visieren auch die Fußballlehrer-Ausbildung an. Wie weit sind Sie damit und können Sie es sich vorstellen zukünftig als Trainer zu arbeiten?

Giovanni Federico: Mit dem Fußballlehrer bin ich leider noch nicht so weit. Die B-Lizenz habe ich gemacht und war im letzten Jahr für den Kurs der A-Lizenz angemeldet, was aus privaten Gründen allerdings nicht funktionierte. Ich habe es mir aber vorgenommen die A-Lizenz noch zu machen und dann einfach mal zu sehen, ob sich eine geeignete Gelegenheit auftut. Das kann ich mir schon vorstellen. Meine Fußballschule hängt mir aber auch sehr am Herzen. Da merke ich, dass es mir Spaß macht den Kindern etwas beizubringen.

fussball.news: Vielen Dank für das Gespräch. Ich wünsche Ihnen auf dem weiteren Weg viel Erfolg!

Über Marcel Pramschüfer

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