England

Ferdinand: van Gaal macht Spielern Angst

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München- Der frühere Manchester-United-Spieler Rio Ferdinand gibt Trainer Luis van Gaal die Hauptschuld für die Krise des Teams. In der Sun kritisierte er diese Woche offen den Führungsstil des Niederländers. Die Spieler hätten Angst, Fehler zu machen, weil sie die Konsequenzen des Trainers fürchten, so Ferdinand. Zudem befeuerte der 81-malige englische Nationalspieler die Trainer-Debatte und brachte Pep Guardiola und Carlo Ancelotti als potenzielle Nachfolger ins Gespräch.

Spieler gehemmt

„Die Spieler spielen auf Sicherheit, weil sie Angst vor den Konsequenzen haben, wenn sie Chancen nutzen wollen, es aber schief geht“, bemängelte Ferdinand die autoritäre Art des Trainers. „Die Spieler brauchen spielerische Freiheiten“, forderte die United-Legende. Häufig wirkten die Spieler auf dem Platz gehemmt. Die Schuld sieht Ferdinand bei van Gaal. „Manchester entwickelt sich zurück, und ich sehe nicht, dass sich das ändert, weil der Manager sich nicht ändern wird“, sorgte er sich um seinen Ex-Klub.

Ferdinand bringt Guardiola ins Spiel

Offen redete er über potenzielle Nachfolger des 64-jährigen Niederländers: „Pep Guardiola und Carlo Ancelotti werden im Sommer verfügbar sein, und die Frage ist, ob sie einen besseren Job als van Gaal machen können.“ Ferdinand nimmt die Verantwortlichen in die Pflicht. „Die Klubführung und die Besitzer möchten vielleicht loyal gegenüber van Gaal sein, nachdem sie so viel in ihn investiert haben. Sie müssen aber auch tun, was das Beste für United ist“, so ein besorgter Ferdinand. Verpasse Manchester die Top Vier, wäre dies eine „Katastrophe“. Dann, so der 37-Jährige,  könne man Trainer wie Guardiola oder Ancelotti gar nicht verpflichten.

Wettbewerbsübergreifend hat der Klub von Bastian Schweinsteiger nun fünf Spiele in Folge nicht gewonnen. Zuletzt wurde in englischen Medien berichtet, dass bereits ein Teil der Spieler offen gegen die Taktik ihres Trainers meutern würden.

 

Über David Reininghaus

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