Bundesliga

Boateng: „Für Klopp würde jeder auf dem Spielfeld sterben“

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München – Kevin-Prince Boateng bringt seine Biografie – „Ich, Prince Boateng: Mein Leben. Mein Spiel. Meine Abrechnung“, geschrieben von Christian Schommers, ab Donnerstag im Plassen Verlag, 352 Seiten, 22.99.- Euro heraus – heraus. Die Bild-Zeitung druckt vorab Auszüge, heute der 2. Teil, der sich um Ex-Trainer Jürgen Klopp und Borussia Dortmund dreht.

Wechsel auf Leihbasis von Tottenham nach Dortmund

Bei seiner Verpflichtung 2009 habe ihn Borussia-Dortmund-Trainer Jürgen Klopp mit den Worten begrüßt: „Hier wird Vollgas gegeben. Also gib Vollgas, du Idiot.“ Der Coach, so Boateng, sei ihm ans Herz gewchsen, denn öffentlich habe ihn Klopp auch immer wieder in Schutz genommen. Seine Station in Dortmund sei für ihn deshalb „wie Weihnachten, Ostern und Silvester zusammen“ gewesen. Klopp wiederum sei „einfach der geilste Trainer, mit dem ich jemals zusammengearbeitet habe“

Mit Klopp habe er Lachen und Weinen können und ein starkes Vertrauensverhältnis aufgebaut. „Man weiß bei ihm, wo man dran ist, wann man mal einen Witz machen kann und wann man sich besser zusammenreißt. Deswegen wird jede Mannschaft, die er trainiert, diesen wahnsinnigen Teamgeist entwickeln und für ihn auf dem Spielfeld sterben“, zitiert die Bild-Zeitung Boateng.

Essens-Einladung lehnte Boateng ab

Das Verhältnis sei so gut gewesen, dass ihn Klopp auch zum Essen eingeladen habe. Boateng erklärte, er habe diese Einladung jedoch abgelehnt, um nicht gegenüber Mitspielern einen falschen Eindruck zu erwecken. Mit Klopp-Sohn Marc, der damals ebenfalls beim BVB aktiv war, sei er aber gelegentlich Feiern gegangen.

Als Trainer habe Klopp die Methode Zuckerbrot und Peitsche angewendet: „Wenn ich schlecht gespielt habe, hat er mich zur Sau gemacht. ‚Du läufst wie ein Blinder auf dem Spielfeld rum! Das kannst du besser.‘ Am nächsten Tag beim Training lobte er mich dann wieder: ‚Na also, geht doch! Es gibt keine Ausreden, nerv mich nicht und spiel.‘ Baoteng weiter: „Nach außen verteidigt er seine Mannschaft, aber unter vier Augen macht er dich zur Schnecke, wenn du Mist gemacht hast.“

Trauriges Ende

Zum Abschluss brachte ihn Klopp jedoch zum Weinen gebracht. Der Coach musste ihm erklären, dass Dortmund ihn nach der halbjährigen Leihe nicht kaufen könne. „Als Klopp mich anrief und mir eröffnete, dass Dortmund mich nicht kaufen kann, habe ich geweint – wegen der Freunde, die ich dort schon hatte, wegen des Vereins, von dem ich wusste, dass er Großes auf die Beine stellen würde, und auch wegen Kloppo, den ich als Mensch und Trainer sehr schätze und bewundere.“

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