Bundesliga

Gaudino will in der Schweiz viel lernen

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St. Gallen – Gianluca Gaudino war elf Jahre beim FC Bayern tätig, bevor er sich nun als 19-Jähriger nach St. Gallen ausleihen ließ. Seit einem Monat beginnt für den gebürtigen Hessen die zweite Karriere, die so verlaufen soll, wie die von Philipp Lahm oder David Alaba.

„Ich wollte einfach mal weg“

Gianluca Gaudino hat sich gleich für anderthalb Jahre in die Schweiz ausleihen lassen. Der Youngster will beim FC St. Gallen einen neuen Anlauf wagen. „Ich wollte einfach mal weg, um mich weiterzuentwickeln“, so Gaudino im Interview mit Spox. Auch wenn das erste Spiel mit dem neuen Verein verloren ging, ist der Techniker in der Ostschweiz bereits angekommen. „Ich bin schnell heimisch geworden. Ich war schon ein paar Mal in der Stadt und meine Wohnung ist auch schon eingerichtet“, so der Mittelfeldspieler, für den es überwiegend sportliche Gründe waren, einmal die Stadt und den Verein zu wechseln.

Gaudino will viel lernen

„Es war wichtig, eine neue Aufgabe anzunehmen und zu bewerkstelligen, dass ich anders gesehen werde. Ob ich letztlich wirklich gestandener Leistungsträger werde, liegt an mir.“ Dabei weiß der Sohn von Ex-Profi Maurizio, dass er noch viel an sich arbeiten muss: „Ich muss körperlich noch reifen. Dazu muss ich lernen, wie ich eine Mannschaft führen kann. Auch verbal. Ich muss Dominanz zeigen.“

Der letzte Tick hat noch gefehlt

Diese Entwicklung soll ihn dann irgendwann einmal wieder zum FC Bayern zurückbringen. Gaudino will, wie einst auch Philipp Lahm oder David Alaba, über einen Umweg den Durchbruch beim FC Bayern schaffen: „So könnte es natürlich bei mir auch laufen, aber darauf schaue ich nicht. Ich bin darauf fokussiert, jetzt erst einmal viel zu lernen“, blickte Gaudino zunächst auf die Gegenwart. Warum er beim großen FC Bayern nach anfänglich guten Spielen nicht mehr berücksichtigt wurde, wisse er nicht. „Das muss man den Trainer fragen. Aber so ist der Fußball. Irgendwann wurde es einfach schwierig, als es erst viele Verletzte gab und dann wieder alle fit wurden. Irgendwann kamen nacheinander die wichtigen Spiele und ich war für den Trainer wohl einfach noch nicht weit genug.“

Großer Dank an Pep Guardiola

Der hochveranlagte Mittelfeldmann hegt dennoch keinen Groll gegenüber seinem ehemaligen Trainer Pep Guardiola, stattdessen sagte er: „Ich bin ihm unendlich dankbar.“ Vielleicht sollte die Entwicklung von Gianluca Gaudino genauso verlaufen. Die vielen positiven Beispiele junger Fußballer wie Lahm oder Alaba ermütigen den Filigrantechniker, nun jeden Tag in St. Gallen das Beste zu geben.

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Über Norman Lauer

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