Nationalmannschaft

Götze: „Im Nachhinein hätte man darüber besser geschwiegen“

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München – Mario Götze wird den deutschen Fans immer als der WM-Held von Rio in Erinnerung bleiben. Er schoss in der 113. Spielminute das Siegtor. Weltberühmt wurde der Satz „Zeig der Welt, dass du besser bist als Lionel Messi“, den Bundestrainer Löw zu Götze vor dessen Einwechslung gesagt hat. Götze hätte das lieber geheim gehalten.

„Phasen in denen es nicht so läuft, sind menschlich“

Es war der Satz der Weltmeisterschaft 2014. Joachims Löws Motivation für Mario Götze, bei dessen Einwechslung im WM-Finale von Rio. Er soll der Welt zeigen, dass er besser ist, als der mittlerweile fünfmalige Weltfußballer. Götze selbst hätte rückblickend betrachtet diesen Satz lieber geheim gehalten: „In dem Augenblick, als Jogi Löw das gesagt hat, war diese Ansprache sehr motivierend für mich, im Nachhinein hätte man darüber besser geschwiegen“, so der 23-Jährige bei goal.com.

Das Problem sieht der Bayern-Spieler vor Allem in der öffentlichen Erwartungshaltung, die sich enorm „nach oben geschraubt“ habe: „Wenn jemand ein gewisses Niveau erreicht hat, wird stets erwartet, dass er noch einen drauf setzt. Dass es tatsächlich auch Phasen gibt, in denen es nicht so rund läuft, ist menschlich“, sagt der 48-fache Nationalspieler.

„Ich muss mir meine eigenen Ziele stecken“

Seit seinem Wechsel zu Borussia Dortmund im Jahr 2013 sieht sich der Offensiv-Mann immer wieder Kritik ausgesetzt. Er selbst tue alles für den Fußball: „Ich versuche immer, mein Spiel zu verbessern, verbringe viel Zeit mit Training, achte auf meine Ernährung und meinen Tagesablauf“, so der Bayern Spieler zu goal.com. Mittlerweile hat Götze ein Rezept gefunden mit der Kritik umzugehen und seinen eigenen Weg zu gehen: „Ich muss mir meine eigenen Ziele stecken und meine persönlichen Erwartungen erfüllen – das ist das Allerwichtigste.“

Am Wochenende wird Götze nach viereinhalbmonatiger Verletzungspause wohl sein Comeback geben. Der FC Bayern München empfängt am Samstag den SV Darmstadt 98.

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