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Gomez: „Besiktas wird Meister – Barcelona gewinnt die Champions League“

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München – Mario Gomez ruft bei Besiktas Istanbul seine Qualität als Torjäger wieder ab: Mit 16 Treffern führt er die Torjägerliste der türkischen Süper Lig an. Der 30-Jährige sprach im Interview mit der Bild am Sonntag nun über das anstehende Spitzenspiel gegen Fenerbahce, über Unterschiede zwischen Florenz und Besiktas und über eine mögliche Berufung in den EM-Kader der deutschen Nationalmannschaft. Zudem verriert er seinen Favoriten auf den Titel in der Champions League. fussball.news fast als Deutschlands Nachrichtenportal Nummer eins am Morgen die wesentlichen Aussagen zusammen.

Besiktas hat einen Zähler Vorsprung auf Fenerbahce

„Ich merke es hier im Verein und in der ganzen Stadt, es dreht sich alles nur um dieses Spiel“, sagte Gomez im Hinblick auf das Spitzenspiel am Montag zwischen seinem Klub Besiktas und Lokalrivale Fenerbahce. Besiktas ist Tabellenführer, hat einen Zähler Vorsprung und ein Spiel (21) weniger auf dem Konto. „Es spricht einen jeder nur auf dieses eine Spiel an, denn bei diesem Duell kann es schon einen richtigen Fingerzeig im Hinblick auf die Meisterschaft geben“, berichtete Gomez der Bild am Sonntag.

Er selbst sei „extrem heiß auf dieses Spiel“, so Gomez, der auch darüber Auskunft gab, warum er im Sommer 2015 vom AC Florenz in die Türkei gewechselt war. „Für mich war ganz entscheidend, dass ich zu einem Verein gewechselt bin, der vorher ganz klar gesagt hat: ‚Wir wollen in dieser Saison Meister werden und haben auch die Qualität dazu.’“

Meistertitel als Ziel von Gomez

Gomez räumte ein, die Serie A sei der Qualität nach noch höher einzuschätzen als die Süper Lig, doch habe er in Sachen „Ansprüche“ einen Schritt nach vorne gemacht. „Für Florenz war es zwar ein Traum Meister zu werden, aber nicht das Ziel. Dieser Anspruch hat mir schon gefehlt“, sagte Gomez und ergänzte: „Es ist eigentlich egal in welcher Liga du spielst, wenn du Woche für Woche Tore machst und gewinnst, dann gibt dir das ein sehr gutes Gefühl. Es war für mich die richtige Entscheidung, zu Besiktas zu gehen.“

Nach einer längeren Phase mit Verletzungen befindet sich Gomez wieder im Aufwärtstrend, auch physisch: „Ich bin topfit und mein Körper funktioniert, das ist das allerwichtigste für mich. Ich höre jetzt nicht mehr in jedem Training in mich hinein. Das Vertrauen in meine Qualität habe ich immer, aber das Vertrauen in meinen Körper war ein bisschen weg – und dieses Vertrauen habe ich jetzt wieder.“

Gomez hofft auf EM-Nominierung

Gomez betonte zudem, es sei sein Ziel, bei der EM 2016 zum Kader der deutschen Nationalmannschaft zu zählen. So habe es ihn sehr gefreut, als Bundestrainer Joachim Löw ihn zuletzt nach über einem Jahr wieder für das DFB-Team nominiert habe (November 2015 gegen Frankreich). „Ich war sehr happy, weil es genau in die Richtung ging, die ich mir vorgestellt hatte. Ich hatte die Nationalmannschaft auch nie abgehakt, und gesagt: ‚So das war es jetzt für mich’“, erklärte Gomez und betonte: „Es war immer mein Wunsch, bei der EM dabei zu sein. Ich wusste, wenn ich in der Türkei Spaß am Kicken habe, körperlich fit und erfolgreich bin, dann ist das die logische Folge.“

Er stehe in regelmäßigem Kontakt mit Bundestrainer Löw, was auch während seiner langen Pause bereits der Fall gewesen sei. Gomez hält, wenn er bei voller Leistungsstärke bleibe, seine EM-Teilnahme für wahrscheinlich: „Ich weiß, wenn ich bei 100 Prozent bin, dann habe ich gute Chancen dabei zu sein – und genau in dieser Situation befinde ich mich jetzt.“ Allerdings habe er in seinen zwei Jahren beim AC Florenz die Erfahrung mitgenommen, „dass man nicht mehr zu sehr in die Zukunft schauen soll“.

Echter Stürmer, der in Löws Personal-Puzzle noch fehlt

Gomez ist darüber hinaus davon überzeugt, das Positions-Puzzle im DFB-Team komplettieren zu können. „Ich bin ein anderer Spielertyp als die aktuellen Nationalspieler, und alleine deswegen kann ich wertvoll sein, in welcher Rolle das dann auch immer sein wird. Ich glaube, dass ich mit meiner Qualität dort etwas hineinbringe, was so momentan dort nicht vorhanden ist“, sagte Gomez und stellte heraus: „Die Weltmeisterschaft hat doch eines gezeigt: Es gibt bei einem großen Turnier nicht nur 11, sondern 23 wichtige Spieler.“

Zum Abschluss wurde Gomez um kurze Antworten zu drei Fragen gebeten. Wer türkischer Meister werde? „Besiktas Istanbul“, betonte Gomez. Wer die Champions League gewinne? „Ich würde mir Bayern München wüschen, glaube aber Barcelona“, sagte der frühere Stürmer des FC Bayern. Und welches Team werde den EM-Titel holen? „Deutschland“, sagte Gomez und fügte an: „Teams wie Spanien und Frankreich werden aber auch sehr stark sein.“

 

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