Wegen politischer Lage: Gomez verlässt Besiktas!

München – Stürmer Mario Gomez verkündet seinen Abschied von Besiktas Istanbul – allerdings nicht aus sportliche oder finanziellen Gründen.

BORDEAUX, FRANCE - JULY 02: Mario Gomez of Germany runs with the ball during the UEFA EURO 2016 quarter final match between Germany and Italy at Stade Matmut Atlantique on July 2, 2016 in Bordeaux, France. (Photo by Alexander Hassenstein/Getty Images)
Mario Gomez kehrt nicht nach Istanbul zurück. Foto: Alexander Hassenstein/Getty Images

Persönlicher Brief auf Facebook

„Es war eine schwierige Entscheidung, die mich sehr beschäftigt hat. Schweren Herzens will ich euch Besiktas-Fans persönlich mitteilen, dass ich in der kommenden Saison nicht für diesen tollen Verein, vor euch überragenden Fans und in diesem einzigartigen Stadion spielen werde“, leitete Gomez auf seiner Facebook-Seite in englischer und deutscher Sprache ein.

Politische Lage schreckt Gomez ab

Dann führte er aus: „Der Grund dafür ist ausschließlich die politische Situation! Weder sportliche noch andere Gründe haben mich dazu bewegt. Einzig und allein die schrecklichen Geschehnisse der letzten Tage. Ich hoffe, ihr versteht das! Ein fettes Danke dem Verein, euch Fans und einfach all den Menschen mit denen meine Familie und ich viel Freude hatten! Es war ein überragendes Jahr mit der absoluten Krönung der Meisterschaft. Ich hoffe, dass diese politischen Probleme bald friedlich gelöst werden. Dann ist es mein großer Wunsch nochmal für Besiktas zu spielen! Der Verein und das Land sind mir in diesem einem Jahr sehr ans Herz gewachsen. Hoffentlich bis bald.“

 

Meister mit Besiktas

Gomez wurde in der abgelaufenen Saison Torschützenkönig der Süper Lig und feierte mit Besiktas die Meisterschaft. Durch seine guten Leistungen schaffte er den Sprung in die Nationalmannschaft zurück. Noch gehört er dem AC Florenz, der ihn aber abgeben will. Gomez schloss gegenüber Sky eine Rückkehr in die Bundesliga nicht aus. Angeblich soll der VfL Wolfsburg Interesse an einer Verpflichtung zeigen. In der Türkei kam es am Wochenende zu einem Putschversuch des Militärs. Seitdem herrscht große Unruhe im Land vor, unter anderem gibt es Säuberungsaktionen in Justiz und Verwaltung. Die Lage ist angespannt.

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