Gondorf warnt: Noch nicht konkurrenzfähig

München – Sandro Wagner, Luca Caldirola, Konstantin Rausch, Christian Mathenia, Slobodan Rajkovic und Trainer Dirk Schuster – der SV Darmstadt 98 hat nach dem geglückten Klassenerhalt die Stützen der Vorsaison verloren. Jerome Gondorf, der ebenfalls fast zum Hamburger SV gewechselt wäre, dann aber doch seinen Vertrag verlängerte, gibt beim kicker zu: „Der Aderlass ist groß.“

Jerome Gondorf blieb trotz attraktivem Angebots aus Hamburg beim SV Darmstadt 98. (Foto: Alexander Scheuber/Bongarts/Getty Images)
Jerome Gondorf blieb trotz attraktivem Angebots aus Hamburg beim SV Darmstadt 98. (Foto: Alexander Scheuber/Bongarts/Getty Images)

Viele Abgänge: Gondorf kann die Kollegen verstehen

Mit dem Klassenerhalt erreichte das „Team der Gescheiterten“, wie die Lilien letztes Jahr bezeichnet wurden, das große Ziel. Einzelne Akteure spielten sich so in den Vordergrund und weckten Begehrlichkeiten. Der Standort Darmstadt kann bei diesem Rennen finanziell nur schwer mithalten und so ist es legitim, findet Gondorf, „seinen Nutzen daraus zu ziehen, man hat ja zuvor auch dem Verein einiges gegeben.“

Kader noch nicht bundesligatauglich

Mit Artem Fedetsky konnte ein erstes „positives Zeichen“ gesetzt werden. Die Verpflichtung des Ukrainers war eine Antwort auf den überraschenden Abgang von Rajkovic. Dennoch sind noch viele Baustellen offen, der Mittelfeldspieler der Südhessen, der den Weg von der 3. Liga bis in die Bundesliga begleitet hat, sieht den Kader noch nicht als konkurrenzfähig an und fordert: „Es muss auf mehreren Positionen nachgebessert werden, das wissen die Verantwortlichen ja auch.“

Gondorf kein „Ziehsohn“ von Schuster

Der 28-Jährige selbst sieht dem Start dennoch optimistisch entgegen und will versuchen, sich aus dem Schatten von Schuster zu befreien. Gondorf gilt als „Ziehsohn“ des Ex-Trainers, der ihn 2010 zu den Stuttgarter Kickers und 2013 dann nach Darmstadt holte: „Ich will meine Qualität unter dem neuen Trainerteam beweisen, auch wenn Schuster immer mein Förderer bleiben wird.“ Das Ziel ist klar definiert: „Erneut die Klasse halten“. Und deutschlandweit, „und vielleicht darüber hinaus zeigen“, dass ein weiteres Wunder möglich ist.

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