Bundesliga

Guardiola wirft Journalisten Fehdehandschuh hin

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München – FC-Bayern-Trainer Pep Guardiola hat auf der Pressekonferenz zum anstehenden Spiel am Samstag bei Bayer Leverkusen und zu aktuellen Themen Stellung bezogen. Dabei hat er den viel kritisierten Star Arturo Vidal in Schutz genommen und die Berichterstatter massiv attackiert.

Gegenattacke der Pressevertreter

Nicht jeder Pressevertreter wollte diesen Vorwurf – Guardiola sagt was, aber in der Zeitung steht dann doch was anderes – auf sich sitzen lassen. Er würde selbst nicht immer die Wahrheit sagen, verlautete es von einem Journalisten. Als Beispiel führte er an, Guardiola habe einen Tag vor der Partie gegen Mönchengladbach im Dezember gesagt, Franck Ribery habe noch zu wenig Trainingseinheiten absolviert, als dass er gegen die Borussia auflaufe. Wenige Stunden später saß Ribery im Flieger und kam gegen die Borussia rund 20 Minuten zum Einsatz. Das wiederum machte Guardiola sauer, er rechtfertigte sich – und im Grunde schob er im Eifer des Gefechts die später folgende schwere Verletzung Franck Ribery selbst zu.

Guardiola rechtfertigt Ribery-Einsatz

„Ich gebe normal keine unkorrekten Äußerungen ab. Mit Franck war es so: Ich habe ihn nach der PK und dem Training gefragt, wie er sich fühlt, ob er mit will – er hat ja gesagt. Er freute sich, es war sein Wunsch – und es ist mein Wunsch, dass der Spieler zum Einsatz kommt. Tut mir leid, wenn er dann doch 20 Minuten zum Einsatz gekommen ist.“

Drei Tage darauf in der Champions League spielte Ribery von Beginn an, verletzte sich und fällt bis heute aus. Guardiola führte aus: „Vor Zagreb habe ich ihn wieder gefragt, wie er sich fühlt. Das Spiel würde ihm auch zu einem guten Rhythmus verhelfen. Ich habe ihm gesagt, er soll die Hand heben, wenn er sich nicht gut fühlt – egal ob nach acht, zehn oder zwanzig Minuten, ich wechsle ihn aus, wir sind ja schon für das Achtelfinale qualifiziert. Franck hat großen Enthusiasmus, er wollte weitermachen, obwohl er nach wenigen Minuten ein Ziehen spürrte. Der Physio hat ihn gefragt, wie es ihm geht. Er hat gesagt, ich will weiterspielen.“ Ribery spielte noch bis zur Pause weiter, seitdem konnte er keine Minute mehr auflaufen.

Unterstützung für Vidal

Auch in Sachen Berichterstattung über Arturo Vidal war der 45-Jährige sauer. „Vidal ist stark. Er hat diese Woche sehr gut trainiert – und in Katar ist Alkohol verboten“, so sein süffisanter Hinweis, dass es wohl gar keine Alkoholaffäre mit dem Chilenen gegeben habe. Guardiola weiter: „Ich vertraue ihm sehr. Ich spreche mit ihm jeden Tag – wie mit jedem Spieler. Mal eine Minute, mal länger. Es geht nicht nur um Taktik. Ich freue mich auf meine Spieler.“

Natürlich, so Guardiola, spreche er auch mal unangenehme Dinge vor dem Tean an, aber sehr oft lobe er sein Team auch. „Ich spreche mit meiner Mannschaft. Ich bin nicht immer zufrieden und muss auch unangenehme Dinge ansprechen. Aber ich verteile oft große Komplimente, darüber wird nicht berichtet.“

Im zweiten Teil: Was Guardiola über Leverkusen und Badstuber sagte: Zur News

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Über Daniel Michel

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