Bundesliga

Hamann: „Guardiola hat die Bayern vorgeführt“

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München – Sky-Experte und Ex-FC-Bayern-Profi Dietmar Hamann hat seine Kritik an Pep Guardiola erneuert.

Guardiola als Machtmensch

„Er hat die Bayern irgendwo vorgeführt. Das ist nicht Bayern-Like. Dass die Bayern das mit sich haben machen lassen, das überrascht mich auch. Ich denke, dass da Respekt verloren gegangen ist, weil er nicht immer mit offenen Karten gespielt hat. Er wird bei den Bayern schon mit anderen Augen gesehen als noch vor sechs Wochen. Die Bayern haben in den letzten zwei Jahren mehr Macht und Kompetenz an den Trainer gegeben als jemals zuvor, ohne es vielleicht zu merken“, sagte Hamann in der Diskussionsrunde „Sky90 – die KIA Fußballdebatte“.

„Champions League als Test“

Der Vize-Weltmeister von 2002, dre von 1993 bis 1998 für die Profis des FC Bayern spielte, legte nach: „Wenn man etwas gegen ihn gesagt hat, dann war das wie Gotteslästerung. Er schien allheilig zu sein bei den Bayern. Ich möchte nicht sagen, dass sie auf das falsche Pferd gesetzt haben, aber die Champions League wird der Test sein. Wenn sie wieder sang- und klanglos ausscheiden wie in den letzten beiden Jahren, dann wird man auf die Ära Pep Guardiola zurückblicken und sagen, das war gut, aber mit Sicherheit nicht sehr gut.“

Aussprache mit Rummenigge?

Einer Aussprache mit Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge steht Hamann dagegen offen gegenüber. „Ich stehe da drüber und will mich nicht dazu äußern. Er hat sich da zu einer Aussage hinreißen lassen, die er möglicherweise nicht hätte machen sollen. Wenn er mich anrufen will, dann kann er das gerne tun. Es hat mir keine schlaflosen Nächte bereitet.“

Im vergangenen Juni hatte Hamann erklärt, Pep Guardiola werde neuer Trainer bei Manchester City. FC-Bayern-Boss Rummenigge konterte damals: „Didi Hamann ist bei den Märchenerzählern an zweiter Stelle gleich hinter den Gebrüdern Grimm.“ Nun hat sich die Vorhersage von Hamann jedoch bewahrheitet. Guardiola wird im Sommer Manchester City trainieren.

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