Bundesliga

Haraguchi: „Bin sehr fleißig“

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München – Genki Haraguchi war einer der Berliner Pokalhelden am Mittwoch in Heidenheim. Der 24-Jährige traf beim 3:2-Sieg einmal.

„Möchte in der Rückrunde fünf oder sechs Tore schießen“

In der Vorrunde traf der Japaner nur einmal, ausgerechnet gegen den heutigen Gegner VfB Stuttgart. Dabei war Haraguchi in seiner Heimat besonders für seine Tore bekannt. „Ich habe in Japan sehr oft getroffen, weil die Liga dort ein ganz anderes Niveau hat als die Bundesliga. Jetzt will ich auch in Berlin der Genki werden, der ich in Japan war. Ich will der Mannschaft möglichst schnell mit Toren und Vorlagen helfen. Ich möchte fünf oder sechs Tore in der Rückrunde schießen“, verkündete er im Interview mit der Bild-Zeitung.

„Habe mit meinen Stärken überzeugt“

Trotz der fehlenden Treffer hat sich Haraguchi bei der Hertha einen Stammplatz erkämpft. „Natürlich war das vorher nicht absehbar. Aber ich habe wohl mit meinen Stärken überzeugt. Ich bin nach hinten und nach vorn sehr fleißig. Dadurch konnte ich der Mannschaft Stabilität bringen. Außerdem bin ich sehr schnell“, sagte er. In Japan ist auch seine Frau Ruriko sehr bekannt, denn sie ist Sportjournalistin. „In Japan war sie Moderatorin im Baseball-TV-Programm. Ich gehöre zu der Minderheit in Japan, die kein Baseball mag. Aber das stört sie zum Glück nicht. Wenn wir zusammen in Japan über die Straße gehen, werde ich schon häufiger erkannt“, erzählte der 24-Jährige.

Verständigung per Zeichensprache

Derweil hat sich der Mittelfeldspieler ganz gut in Deutschland eingelebt, obwohl es für ihn in Berlin nicht immer einfach ist. „Das ist für mich noch etwas gewöhnungsbedürftig. Berliner sind manchmal sehr direkt und etwas schroff. Im Restaurant oder Supermarkt sind die Leute manchmal auch schnell ungeduldig, weil mein Deutsch nicht sehr gut ist. Aber das wird sich sicher bald ändern“, stellte Haraguchi klar. Die Verständigung klappt dennoch bereits erstaunlich gut. „Auf dem Platz verstehe ich alles, privat ist das schon schwieriger. Zur Not verständigen wir uns mit unserer eigenen Zeichensprache. Komischerweise klappt das immer irgendwie“, verriet Haraguchi.

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