Bundesliga

Emotionaler Abschied von Heidel – Schröder wird Nachfolger

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München – Großes Stühlerücken beim 1. FSV Mainz 05. Manager Christian Heidel wechselt zum Saisonende zum FC Schalke 04 und wird höchstwahrscheinlich vom Bremer Rouven Schröder beerbt. Präsident Harald Strutz bestätigte die Einigung bei einer emotionalen Pressekonferenz.

Heidel ablösefrei zum FC Schalke 04

Das Kapitel Christian Heidel wird beim 1. FSV Mainz 05 im Sommer geschlossen. Der 52-jährige übernimmt ab 1. Juli die sportliche Leitung beim FC Schalke 04. Harald Strutz sagte auf der Pressekonferenz: „Eine Ablösesumme wird nicht fällig. Wir wollen Christian keine Steine in den Weg legen.“ Der Präsident könne die Entscheidung seines langjährigen Kollegen nachvollziehen. Heidel selbst gab zu, dass er sich vor zwei Jahren noch nicht hätte vorstellen können, den Verein zu verlassen. Er erklärte sichtlich gerührt seinen Beweggrund: „Ich habe für mich persönlich die Entscheidung getroffen, noch einmal im Leben etwas anderes machen zu wollen.“

Heidel: Offene Gespräche mit Mainz

Erstmals habe er sich vor knapp eineinhalb Jahren Gedanken gemacht. Heidel sagte: „Wäre Schalke nicht auf mich zugekommen, dann wäre ich in Mainz geblieben.“ Die Knappen meldeten sich allerdings: „Dann kam im Juni der Anruf vom FC Schalke 04 und dann habe ich angefangen, darüber nachzudenken und umgehend den Verein darüber informiert.“  Heidel wollte sich irgendwann nicht selbst vorwerfen, es nicht wenigstens einmal mit einer Raumveränderung versucht zu haben. Der Noch-Mainz-Sportdirektor kann die Kritik aus den Medien nicht nachvollziehen: „Ich hätte verstanden, wenn man mir eine ad-hoc-Entscheidung für Schalke 04 übel genommen hätte. Aber ich glaube, dass jeder weiß, wie schwer mir die Entscheidung tatsächlich gefallen ist. Ich weiß, was ich hier aufgebe und das es eigentlich keinen Grund gibt.“

Geld spielte bei dem Wechsel keine Rolle

Für Heidel spielte Geld bei der Entscheidung keine Rolle. „Es ist eine rein persönliche, private Entscheidung“, bestätigte er mit Nachdruck. Die Tendenz, den Schritt nach Gelsenkirchen zu gehen, wurde durch die aktuell so gute sportliche Lage der Mainzer verstärkt. Bei einem möglichen Abstiegskampf wäre der Wechsel wohl nicht zustande gekommen. So verlässt Heidel die Domstadt mit einem lachenden und einem weinenden Auge in Richtung Ruhrpott: „Ich freue mich auf der einen Seite riesig, auf der anderen bin ich traurig. Das muss sich setzen. Ich weiß ja gar nicht, wie es ist, den Verein zu wechseln. Das wird sehr emotional, aber ich werde das hinkriegen.“ Es dauerte einige Zeit, bis sich der Manager für diesen mutigen Schritt ins „Haifischbecken“ Gelsenkirchen entschieden hat: „Das Gespräch gestern auf Schalke war mir extrem wichtig. Wer vorher dachte, dass was perfekt wäre, lag falsch.“

Schröder soll Heidel beerben

Nachfolger von Heidel wird höchstwahrscheinlich Rouven Schröder. Strutz gab bekannt: „Wir haben Anfang Januar ein Gespräch geführt. Die Erkenntnisse habe ich an den Vorstand weitergegeben. Es gab noch einen anderen Kontakt, den ich aber nicht weiterverfolgt habe. Auf Rouven haben wir uns festgelegt.“ Die endgültige Entscheidung ist allerdings noch nicht getroffen. Der SV Werder Bremen hält sich noch bedeckt, die Gespräche über eine finanzielle Entschädigung sind noch im Gange.

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Über Christopher Michel

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