Heller: „Hätten in der Hinrunde mehr Punkte holen können“

München – Fünf Punkte beträgt der Abstand des Tabellenletzten Darmstadt 98 auf den Relegationsplatz. Dieser ist bei den Lillien weiterhin das erklärte Ziel, auch weil Punkte in der Hinrunde verschenkt wurden, wie Flügelspieler Marcel Heller erklärte.

Marcel Heller will in der Rückrunde mit Darmstadt wieder öfter oben auf sein. Foto: Juergen Schwarz/Bongarts/Getty Images

Heller will torgefährlicher werden

Nein, wenn Marcel Heller auf die geringen Chancen des SV Darmstadt 98 auf den Klassenerhalt angesprochen wird, dann reagiert er nicht genervt, wie er gegenüber dem kicker erklärte: „Das nervt mich nicht, das ist das gute Recht der Leute nach einer Hinrunde mit nur acht Punkten. Wir haben aber viel und hart gearbeitet und fünf Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz.“ Diesen zu erreichen, sei das „kleine Ziel“ der Hessen, die nach Ansicht des 30-Jährigen durchaus besser in der Tabelle platziert sein könnten: „Wir wissen, dass wir in der Hinrunde viel falsch gemacht haben – ich denke, wir hätten viel mehr Punkte holen können.“ Um über den Umweg Relegation zum Klassenerhalt zu kommen, nimmt sich Heller auch selbst in die Pflicht, er müsse „wieder vor dem Tor gefährlicher sein, ob mit Toren oder Vorlagen.“ Die Verpflichtung Sidney Sams, der ebenfalls auf Hellers Position spielen kann, sei dafür mehr Ansporn als negativer Druck: „Ich finde es gut, dass es mehr Konkurrenz gibt. Ich bin mir meiner Qualität bewusst und habe gezeigt, dass ich in der Bundesliga nicht nur Mitläufer bin. Ich denke, wenn ich meine Leistung abrufe, wird es sehr schwer, an mir vorbeizukommen.“

Mit alten Ritualen zum Klassenerhalt?

Für den Relegationsplatz werden in Darmstadt auch wieder ehemals erfolgreiche Rituale durchgeführt, so trifft sich die Mannschaft beispielsweise bei Heimspielen erst am Spieltag, wie Heller verriet: „Unter Dirk Schuster waren wir vor den Heimspielen nicht im Hotel und hatten drei erfolgreiche Jahre. Unter Norbert Meier waren wir dann im Hotel und waren nicht so erfolgreich. Also probieren wir es jetzt wieder anders und treffen uns jetzt wieder erst direkt vor dem Spiel.“ Derlei symbolische Aktionen erfreuen sich am Böllenfalltor aktuell großer Beliebtheit, so fuhren die Spieler nach dem Trainingslager zum Stadion, um den Zeugwarten beim Ausladen der Trainingslagermaterialien zu helfen: „Die Aktion mit den Kisten war ein Symbol dafür, wie die Mannschaft tickt. Torsten Frings hat es wohl öffentlich gemacht, damit die Sponsoren und Leute wissen, wie wir auch intern ticken“, erklärte Heller. Eine Veranstaltung mit den Fans am Stadion sei ähnlich zu bewerten und solle das Verhältnis zwischen Mannschaft und Anhängern stärken: „Das Treffen mit den Fans war sehr wichtig, eine gute Veranstaltung. Ich hoffe, dass von den Leuten auch an die weitergetragen wird, die nicht da sein konnten, dass wir es nur gemeinsam schaffen können.“

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