Hitz: Mit guten Leistungen zur EM nach Frankreich

München – Marwin Hitz war auch gegen Hannover 96 zur Stelle, als es in der letzten Minute auf ihn ankam. Der Schweizer in Diensten des FC Augsburg hat sich zu einem der Toptorhüter in der Bundesliga entwickelt – und die Europameisterschaft in Frankreich im Visier.

Marwin Hitz ist unumstrittene Nummer 1 beim FC Augsburg und darf von der EM in Frankreich träumen. (Foto: GUENTER SCHIFFMANN/AFP/Getty Images)
Marwin Hitz ist unumstrittene Nummer 1 beim FC Augsburg und darf von der EM in Frankreich träumen.
(Foto: GUENTER SCHIFFMANN/AFP/Getty Images)

Hilfiker nicht überrascht von Hitz‘ Entwicklung

Der FC Augsburg wäre trotz einer ordentlichen Auswärtsleistung bei Hannover 96 in letzter Sekunde fast noch bestraft worden. Marwin Hitz parierte den Kopfball von Alexander Milosevic und sicherte so wichtige drei Punkte. Es war eine von vielen klasse Aktionen, die der Schlussmann der Fuggerstädter in dieser Saison bereits zeigen konnte. Seine Torwarttrainer zu Zeiten beim VfL Wolfsburg, Ex-Profi Andreas Hilfiker, lobte im Kicker: „Die Anlagen und Möglichkeiten für einen hervorragenden Keeper hatte er damals schon.“ Die Entwicklung komme daher „nicht überraschend.“

Starkes Schweizer Torhüter-Trio

Hitz wurde dank seiner guten Leistungen bereits in die Nationalmannschaft der Schweiz berufen. Mit den Bundesligakonkurrenten Roman Bürki (Borussia Dortmund) und Yann Sommer (Borussia Mönchengladbach) liefert sich der 28-jährige einen heißen Dreikampf. National-Torwarttrainer Patrick Foletti sieht einen „wunderbaren Luxus auf der Torhüterposition. Ich würde nicht von einer Nummer 1, 2 und 3 sprechen, sondern von einer 1a, 1b und 1c. Marwin hat mit seinen Leistungen die 1b angegriffen – das ist schön für uns.“

Selbstbewusster Hitz

Beim Augsburger Schlussmann beobachtete Foletti einen gewaltigen Sprung, nicht nur spielerisch, sondern auch was die Persönlichkeit betrifft. Sein Wort habe Gewicht, „wenn er etwas sagt, hören die anderen 22 Spieler zu.“ Hitz selbst möchte sich trotz toller Entwicklung nicht zu wichtig nehmen. Klare Worte scheut er dennoch keineswegs und wird sie auch in Zukunft tätigen: „Ich war schon immer einer, der etwas sagt, wenn er das Gefühl hat, dass es nötig ist.“

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