Bundesliga

Hoeneß: Frei nach 637 Tagen Haft

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München – Uli Hoeneß ist wieder ein freier Mann. Der ehemalige Präsident des FC Bayern München wurde am Montag exakt nach der Hälfte seiner dreieinhalbjährigen Gefängnisstrafe entlassen, wie das bayerische Justizministerium mitteilte.

Hoeneß frühzeitig wieder frei

Uli Hoeneß ist wieder frei. Der 64-Jährige verließ am Montag die JVA Landsberg nach 637 Tagen. Eine so frühzeitige Entlassung ist nicht üblich: Haftstrafen werden unter Berücksichtigung des Sicherheitsinteresses der Allgemeinheit erst nach zwei Dritteln zur Bewährung ausgesetzt. In Ausnahmefällen erlaubt das Strafgesetzbuch allerdings auch eine Aussetzung der Strafe nach der Hälfte der Zeit, in diesem Fall nach 21 Monaten.

Beckenbauer sieht Hoeneß weiter bei Bayern

Hoeneß ist bereits seit Anfang 2015 Freigänger. Er arbeitete seitdem tagsüber in der Jugendabteilung des FC Bayern München. Franz Beckenbauer sagte bei Bild über seinen Weggefährten: „Ich glaube, er wird vielleicht in seinem Urteil etwas nachsichtiger sein und nicht mehr ganz so besessen. Aber er ist nach wie vor mit ganzer Begeisterung für den FC Bayern dabei. Uli soll erst mal abschalten – und dann wieder einsteigen. In welcher Funktion auch immer. Bayern braucht ihn.“

Hoeneß will sich Zeit lassen

Hoeneß selbst braucht zunächst einmal Ruhe. Der Ex-Präsident möchte im Sommer bei einem großen Urlaub mit der Familie ausspannen und die schwierige Zeit in der Haft Revue passieren lassen. Das Münchener Landgericht hatte ihn am 13. März 2014 wegen Steuerhinterziehung von 28,5 Millionen Euro zu dreieinhalb Jahren Haft verurteil. Am 2. Juni desselben Jahres trat er seine Strafe an.

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