Hoeneß vorzeitig in Freiheit

München – Es hatte vieles dafür gesprochen, dass der ehemalige Bayern-Präsident Uli Hoeneß vor Beendigung seiner Haftstrafe auf Bewährung frei kommt. Dem Antrag auf Haftentlassung wurde am Montag stattgegeben.

Uli Hoeneß ist ab Ende Februar auf Bewährung frei, das gab das Augsburger Landgericht am Montag bekannt. (Foto: Goran Gajanin-Pool/Getty Images)
Uli Hoeneß ist ab Ende Februar auf Bewährung frei, das gab das Augsburger Landgericht am Montag bekannt. (Foto: Goran Gajanin-Pool/Getty Images)

Ende Februar auf Bewährung frei

Der ehemalige Präsident des FC Bayern München Uli Hoeneß ist ab dem 29. Februar 2016 wieder ein freier Mann. Vorerst aber nur auf Bewährung, der Bewährungszeitraum wurde auf drei Jahre festgelegt. Ursprünglich sollte Hoeneß für dreieinhalb Jahre in Haft bleiben. Nun aber gab das Landgericht in Augsburg dem Antrag des früheren Bayern-Bosses auf vorzeitige Haftentlassung statt. „Die Bewährungszeit wurde auf drei Jahre festgesetzt“, hieß es in der offiziellen Pressemitteilung. Seit dem 2. Juni 2014 saß das Bayern-Urgestein im Gefängnis. Anfang Januar wurde er in die JVA-Außenstelle Rothenfeld verlegt und arbeitete als Freigänger für seinen Herzensclub

Die Mitteilung des Augsburger Landgerichtes

„Unter Berücksichtigung der Persönlichkeit des Verurteilten, seines Vorlebens, der Umstände seiner Tat, des Gewichts des bei einem Rückfall bedrohten Rechtsgutes, seines Verhaltens im Vollzug, seiner Lebensverhältnisse und der Wirkungen, die von der Aussetzung für ihn zu erwarten sind, hat die Kammer entschieden, dass es verantwortet werden kann zu erproben, ob sich der Verurteilte künftig straffrei führen wird.

Die Kammer hat dabei u.a. betont, dass der Verurteilte trotz seiner Position stets bereit gewesen sei, sich in die Gefangenengemeinschaft zu integrieren. Bei seinen zahlreichen Regel- und Freigängerausgängen sei es zu keinen Beanstandungen gekommen. Sein sozialer Empfangsraum stelle sich äußerst günstig dar. Trotz des hohen Gesamtschadens weise der Fall erhebliche Besonderheiten auf.

So habe sich der Verurteilte letztlich durch eine Selbstanzeige selbst den Ermittlungen ausgeliefert. Zudem habe er den Schaden durch Zahlungen in Höhe von mindestens 43 Millionen Euro wieder gutgemacht.“

 

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