Bundesliga

Hopfner: Versöhnung mit Watzke

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München – Was passiert mit Bayern-Präsident Karl Hopfner? Dies ist eine der spannenden Fragen, wenn Uli Hoeneß in ein paar Wochen das Gefängnis verlassen wird.

„Werde den Platz freimachen“

„Falls er sich für eine Kandidatur entscheidet, bleibe ich dabei, dass ich für ihn meinen Platz frei mache. Bis dahin ist aber das alles für das bis zur Jahreshauptversammlung Ende des Jahres gewählte Präsidium  kein Thema. Die Mitglieder werden auf der Jahreshauptversammlung dann über das neue Präsidium entscheiden“, sagte Hopfner in einem Interview mit der Sport-Bild. Zunächst wird Hoeneß jedoch erstmal einen Urlaub mit seiner Familie machen, ehe er sich zu seiner Zukunft äußern wird. „Dann werden wir uns zusammensetzen und unter vier Augen bereden, wie wir das zum Wohle des FC Bayern angehen wollen. Das teilen wir dann dem Verwaltungsbeirat mit. Denn eins ist klar: Unabhängig von Personen und persönlichen Wünschen hat immer der FC Bayern Vorrang“, so Hopfner.

Hopfners Zukunft ungewiss

Seine bisherige Amtszeit betrachtete Hopfner positiv. Neben dem 70-Millionen-Projekt Nachwuchsleistungszentrum freute er sich vor allem über den Mitgliederzuwachs, der „uns in den letzten zwei Jahren vor Benfica Lissabon zum größten Sportverein der Welt gemacht hat“. Sollte Hoeneß wieder Präsident werden, ist Hopfners Zukunft ungewiss. „Das weiß ich noch nicht“, antwortete er auf die Frage, ob der 63-Jährige ein anderes Amt beim Deutschen Rekordmeister übernehmen werde.

„Bin dankbar, dass er freikommt“

Entschieden dementierte er die Behauptung, sein Verhältnis zu Hoeneß sei belastet. „Das ist ein Märchen. Was soll belastet gewesen sein? Uli Hoeneß musste seine Haftstrafe antreten, verbüßte sie und hat jetzt seine Halbstrafe bekommen. Ich bin dankbar, dass er nun freikommt“, konstatierte der Bayern-Präsident. Auch das Verhältnis zu BVB-Vorstand Hans-Joachim Watzke sei nicht mehr belastet. „Herr Watzke und ich saßen beim Pokalendspiel an einem Tisch und haben uns dort die Hand gegeben. Die letzten Einladungen haben ja nur teilweise stattgefunden. Sollte Borussia Dortmund dieses Jahr wieder zum Essen einladen, werde ich gerne auch hingehen“, verkündete Hopfner. Er hatte Watzke vor geraumer Zeit als „Baron Münchhausen“ betitelt.

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