HSV-Ziel: Schwarze Zahlen

München – Nach den besinnlichen Feiertagen geht es für Dietmar Beiersdorfer (52) wieder ums Eingemachte. Der HSV-Boss hat in erster Linie die finanzielle Situation vor Augen.

Seit 2014 ist Dietmar Beiersdorder der Vorstandsvorsitzender vom Hamburger SV (Foto: CARMEN JASPERSEN/AFP/Getty Images)
Seit 2014 ist Dietmar Beiersdorder der Vorstandsvorsitzender vom Hamburger SV (Foto: CARMEN JASPERSEN/AFP/Getty Images)

Seit 6 Jahren Minus-Geschäfte

Sein Ziel: Ab der nächsten Saison sollen die Hamburger nur noch schwarze Zahlen schreiben. In den vergangenen sechs Spielzeiten erwirtschaftete der Hamburger SV jeweils ein dickes Minus. Die Krönung stellte die vergangene Saison dar, in der es zum Verlust von 16,9 Mio. Euro kam. Auch in der laufenden Spielzeit ist die Negativspirale nicht aufzuhalten. Beiersdorfer erwartet ein einstelliges Millionen-Loch. Ab der neuen Saison soll mit dieser Entwicklung Schluss sein. Der HSV-Boss möchte ab Sommer nur noch schwarze Zahlen schreiben.

Gehälter werden gesenkt

Ein erster Schritt wurde bereits in dieser Saison vollzogen. Die SPORT BILD berichtet, dass die Gehälter von über 50 auf 45 Millionen Euro gesenkt worden sind. Gegenüber der Sportzeitung sagte Beiersdorfer: „Unser Ziel ist es, das Verhältnis von Gehältern zu Erfolgen in Einklang zu bringen. In dieser Saison haben wir da einen großen Schritt gemacht.“ Das bedeutet allerdings auch, dass der HSV in der Sommer-Transferperiode kleine Brötchen backen muss.

Investitionen in den Nachwuchs

Der Fokus soll zukünftig auf der Nachwuchsarbeit liegen. „Wir haben in die Struktur der Nachwuchsabteilung investiert. Unsere komplette Ausbildung ist besser geworden“, so Beiersdorfer. Die Talente sollen noch individueller gefördert und frühzeitiger auf den Profibereich vorbereitet werden. Daher reisen die ersten Eigengewächse bereits ins Winter-Trainingslager mit.

Neue Investoren sollen ins Boot

Abseits der sportlichen Aktivitäten ist der HSV-Boss offen für neue Investoren. Derzeit gibt es mit Klaus-Michael Kühne (7,5% Anteile), Helmut Bohnhorst (1,5%) und Alexander Margaritoff (0,75%) drei Investoren. „Es ist unser Ziel, den Klub so wettbewerbsfähig wie möglich zu machen“, sagte Beiersdorfer der SPORT BILD. Insgesamt kann er noch Vereins-Anteile in Höhe von 37,9% verkaufen.

Labbadia kurz vor der Vertragsverlängerung

Für das neue Jahr wünscht sich der 52-Jährige eine feste Geschlossenheit innerhalb des Vereins. Darin sieht er die Basis für den Erfolg. Daher soll Trainer Bruno Labbadia nach Informationen der Sport Bild noch im Januar seinen Vertrag verlängern.

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