HSV-Torwart Adler ist gerne „alte Schule“

München – Er stand im WM-Kader 2010 und galt als Nummer eins, musste aber verletzungsbedingt absagen. Dann die harte Zeit beim Hamburger SV, zweimal entging er knapp dem Abstieg. Doch nun scheint Rene Adler die schwere Zeit hinter sich gelassen zu haben. „Ich möchte die vergangenen Jahre nicht mehr erleben. Im Nachhinein kann ich allerdings sagen, dass jeder daran gewachsen ist. Wir als Mannschaft sind enger zusammen gerückt, wir sind als Team gewachsen“, berichtete der 30-Jährige im Interview mit der Sport-Bild.

Hamburg's goalkeeper Rene Adler gestures during the German first division Bundesliga football match Bayer 04 Leverkusen vs Hamburg SV in Leverkusen, western Germany, on April 4, 2015. Leverkusen wins 4-0. AFP PHOTO / SASCHA SCHUERMANN RESTRICTIONS - DFL RULES TO LIMIT THE ONLINE USAGE DURING MATCH TIME TO 15 PICTURES PER MATCH. IMAGE SEQUENCES TO SIMULATE VIDEO IS NOT ALLOWED AT ANY TIME. FOR FURTHER QUERIES PLEASE CONTACT DFL DIRECTLY AT + 49 69 650050. (Photo credit should read SASCHA SCHUERMANN/AFP/Getty Images)
Rene Adler fühlt sich beim Hamburger SV wohl. Foto: SASCHA SCHUERMANN/AFP/Getty Images

 Mit Mittelmaß unzufrieden

Doch auch er hat sich geändert: „Ich habe als Torwart immer auf mich geschaut. Ich habe individuell trainiert. Jetzt habe ich gelernt zu begreifen, dass es wichtiger ist, in die Abläufe der Mannschaft eingebunden zu sein, um Spiele zu gewinnen.“ Er spiele nach wie vor sehr gerne für diesen Klub, so Adler. Er trainiere lieber auf einem schlechten Platz, spiele aber oben mit. Mit Mittelmaß gebe er sich nicht zufrieden.

HSV bleibt etwas besonderes

Seinen Wechsel in die Hansestadt bereut Adler nicht. „Es ist ein Klub der Extreme. Das kostet natürlich Nerven und Energie“, so der Torwart. Mit nunmehr 30 Jahren hat er schon ein paar Erfahrungen auf dem Buckel und ist dabei gern „alte Schule“. „Ich bin mit 17 zu den Profis von Bayer gekommen. Da musste ich mich hochdienen“, sagte Adler. Und auch so manch freien Tag ausfallen lassen. So musste er an einem freien Nachmittag mit Tom Starke (jetzt FC Bayern, die Red.) bei Torwarttrainer Toni Schumacher eine Extraschicht einlegen: „Es ging nicht um das Training, sondern darum, sich durchzubeißen. Das war alte Schule“.

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