Bundesliga

Hummels: „Fühle mich falsch bewertet“

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Mats Hummels sieht sich von Berichterstattern zu schlecht beurteilt. Sein Amt als Kapitän würde er nur unter einer Bedingung abgeben.

Kampagne gegen Hummels?

Der Innenverteidiger will die Kritik in den Medien nicht auf sich beruhen lassen und wehrt sich nun. „Ich fühle mich definitiv falsch bewertet und sehe meine Leistungen ehrlich gesagt auch besser als manch ein Medium“, sagte der Weltmeister im Interview mit dem kicker und ergänzte: “Wenn ich acht Zweikämpfe gewinne und einen verliere, werden bei mir nicht die gewonnenen erwähnt, sondern dieser eine verlorene. Bei Pässen ist das ähnlich.“

Haben sogar die Bayern Schuld?

Der 26-Jährige will nicht direkt von einer Kampagne der Medien gegen ihn sprechen, er äußert aber eine weitere Theorie, warum er so in den Fokus der Kritik geraten ist: „Vielleicht ist es so, dass es bei den Bayern derzeit schwierig ist, etwas Negatives zu finden. Dann geht man auf die nächstgrößeren Mannschaften und Personen im Fußball. Zwangsläufig landet man dann beim Zweiten Borussia Dortmund und Leuten wie Marco Reus, Pierre-Emerick Aubameyang oder mir.“

Hummels nimmt seine Rechte als Kapitän wahr

Hummels betonte zudem, dass er als Kapitän auch Fehler seiner Teamkollegen in fairer Weise in der Öffentlichkeit anspreche dürfe, er selbst zähle sich jedoch bei eigenen Fehlern zu den selbstkritischsten Spielern. Er stelle sich der Verantwortung und ducke sich nicht weg. So wolle er dem medialen Druck standhalten und auch die Kapitänsbinde beim BVB behalten, erklärte Hummels – außer „die halbe Mannschaft meint, dass es ohne mich besser sei“. Dies, so Hummels, sei aber nicht der Fall.

Gerücht ausgeräumt

Zudem räumte Hummels, dessen Vertrag 2017 ausläuft, ein Gerücht aus. „Ich bin mit der Borussia nicht verheiratet“: Diesen Satz habe er nie gesagt und auch keinen Wechsel angedroht. Hummels sagte: „Ich habe ganz ehrlich ein Problem damit, dass so etwas einfach erfunden wird und jeder vom anderen abschreibt. Es ist traurig, dass das heute so funktioniert und zur gefühlten Wahrheit wird.“

Seine Zukunft beim BVB ließ er aber in dem Gespräch offen.

Über Daniel Michel