Ibisevic sieht sich im Fadenkreuz der Schiedsrichter stehen

München – Beim VfB Stuttgart spielte er keine Rolle mehr. Doch seit seinem Wechsel zu Hertha BSC im Sommer blüht Vedad Ibisevic wieder auf.

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Immer ein Vorbild an Einsatz: Herthas Vedad Ibisevic (l.). Foto: CHRISTOF STACHE / AFP / Getty Images

„Typen wie ich sind nicht mehr gefragt“

In zehn Partien erzielte er für die Berliner sechs Tore und bereitete vier Treffer vor. Er ist auf dem besten Weg seine persönliche 100-Tore-Marke in der Bundesliga noch zu knacken. Derzeit steht Ibisevic bei 88. Dennoch ist der Bosnier nicht vollauf zufrieden mit der Hinserie. „Meine Rotsperre zur Mitte der Hinrunde verhinderte mehr und störte natürlich meinen Rhythmus“, sagte der 30-Jährige in einem Interview mit dem kicker. Ibisevic fühlt sich von den Schiedsrichtern zu sehr beobachtet. „Typen wie ich sind in der Bundesliga nicht mehr gefragt. Sobald du etwas anders bist, wird das bestraft. In anderen Ligen, etwa in England, ist das anders, davon bin ich überzeugt“, so der Bosnier, der seine Spielweise aber dennoch nicht verändern will. „Trotzdem muss ich künftig immer aufpassen und das im Kopf behalten. Das ist manchmal schwer. Aber ich muss dann vor den Spielen einfach in mich gehen“, so Ibisevic weiter.

„Müssen jetzt noch mehr investieren“

Mit Hertha hat der Angreifer in der Rückrunde Großes vor. Neben dem Erreichen eines Europapokalplatzes fände er die Teilnahme am DFB-Pokal-Finale sehr reizvoll. „Ich denke, jeder Spieler hat kapiert, was ein Finaleinzug unseren Fans bedeuten würde. Es gäbe nichts Größeres als so ein Finale im eigenen Stadion“, behauptete der 31-Jährige. Doch Ibisevic warnt auch vor einem Absturz, wie er ihn in der ersten Bundesliga-Saison von Hoffenheim miterleben musste. „Uns muss klar sein, dass die Hinrunde vorbei ist. Auf Platz drei zu kommen ist eine Top-Leistung. Aber sich dort zu halten, wird viel schwieriger“, stellte er klar. Besonders der Kopf könnte zum Problem werden. „Alle erwarten, dass wir jetzt einbrechen. Uns muss klar sein: Damit es so weitergeht, müssen wir noch mehr investieren“, forderte er.

Lob für Kalous Flexibilität

Sehr beeindruckt ist der Bosnier von seinem Sturmpartner Salomon Kalou (31). „Einen Sturmpartner wie ihn hatte ich noch nie“, schwärmte er über die Flexibilität des Ivorers.

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