Bundesliga

Ex-Profi Jansen: HSV auf dem richtigen Weg

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München – Ex-Profi Marcell Jansen blickt optimistisch auf die Zukunft des Hamburger SV. Der ehemalige Mittelfeldspieler der Hanseaten sieht den Bundesliga-Dino in die richtige Richtung laufen. Ob Emir Spahic in der kommenden Saison auch noch mitwirken wird, ist allerdings fraglich.

Jansen: HSV auf dem richtigen Weg

Marcell Jansen verfolgt den Weg seines Ex-Vereins immer noch mit großem Interesse. Der Hamburger SV hat in der Vergangenheit viele falsche Entscheidungen getroffen und es verpasst, eine klare Struktur aufzubauen. Die Folge: Den Traditionsklub drücken fast 90 Millionen Euro Verbindlichkeiten. Jansen rät bei Bild zu einem Blick in Richtung Ruhrpott: „Dortmund hat es in einer ähnlichen Situation vor vielen Jahren vorgemacht, als die richtigen Leute die richtigen Entscheidungen getroffen haben.“ Freilich sei dieser nicht 1 zu 1 kopierbar, aber: „Wenn ich mir den Weg angucke, den der HSV zuletzt eingeschlagen hat, bin ich guter Dinge.“

Rudnevs soll „nicht zu viel nachdenken“

Sportlich hat sich die Lage beim HSV dank des 3:2 Sieges gegen Borussia Mönchengladbach etwas beruhigt. Ein wichtiger Faktor für den Dreier war Artjoms Rudnevs. Der Angreifer, der in der Vergangenheit häufiger auf dem Abstellgleis stand, traf zum zwischenzeitlichen 2:1. Nach schwierigen Wochen und Monaten verfiel der 28-jährige Lette nicht sofort in Euphorie. Jansen vermutete: „Sicher haben ihn auch die schwierigen sportlichen Phasen in der Vergangenheit nachdenklicher gemacht. Er weiß genau, wie schnell es aufwärts – und auch wieder abwärts gehen kann.“ Der ehemalige Mitspieler rät Rudnevs daher, nicht zu viel nachzudenken: „Wenn er sich nur auf seine Instinkte verlässt, dann ist er am gefährlichsten. Dann weißt du als Gegner nie, was er als Nächstes macht. Ähnlich wie bei Ivi Olic.“

Was passiert mit Spahic?

Neben Rudnevs überzeugte auch Emir Spahic gegen Borussia Mönchengladbach. Der zweikampfstarke Bosnier bereitete das vorentscheidende 3:1 durch Ivo Ilicevic mit dem Kopf vor. Im Sommer läuft der Vertrag des Innenverteidigers aus. Bruno Labbadia sagte zwar: „Bei der Fitness sehe ich für das Alter keine Probleme.“ Ob der Kontrakt verlängert wird, steht allerdings nicht fest, wie der Trainer weiter erklärte: „Emir muss ein gutes Gefühl haben. Wir genauso. Bei ihm geht es nur mit 100 Prozent Überzeugung.“ Spahic wird seit seiner Eskalation im Trikot von Bayer Leverkusen, als er einen Ordner angriff, sehr kritisch beobachtet. Allerdings: Das Preis-Leistung-Paket stimmt – und einen gleichwertigen Ersatz wird der finanziell Klamme HSV zu solchen Kondition nicht finden.

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