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Jara: „Es gibt mehr Trash-Talk bei Spielen in Südamerika“

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München- Mittelfeldspieler Gonzalo Jara hat im Interview mit dem kicker seinen Verbleib beim Bundesligisten Mainz 05 offen gelassen. Der Chilene sprach zudem über sein Verhältnis zum Uruguayer Edinson Cavani nach der „Po-Affäre“ bei der Copa America, Signale seines Trainers Martin Schmidt (48) und den Fußball in Südamerika.

Jara liebäugelt mit dem Ausland

„Darüber mache ich mir noch gar keine Gedanken. Man muss sehen, wohin es mich verschlägt“, sagte Jara im Gespräch mit dem Fachmagazin auf die Frage, ob er eine seinen im Sommer auslaufenden Vertrag verlängern wolle. Neben der Bundesliga und einer Tätigkeit in England bezeichnete er auch Spanien und Italien als „schöne Herausforderungen“. Der 30-Jährige war zu Saisonbeginn Ergänzungsspieler bei den Mainzern. Seit dem achten Spieltag ist Jara Stammkraft. Für ihn kam die Berufung in die Startelf nicht überraschend. „Manchmal geben Trainer im Laufe der Woche indirekte Signale.“

Keine Entschuldigung bei Cavani

Wegen seiner „Po-Fummelei“ bei Edinson Cavani war Jara öffentlich stark kritisiert worden. Die Provokation im Viertelfinale der Copa America zog eine Sperre für den Chilenen nach sich. Cavani flog nach einem „Wischer“ im Gesicht von Jara mit Gelb-Rot vom Platz. Jara verpasste das Endspiel gegen Argentinien und sah den Titelgewinn seiner Chilenen von der Tribüne aus. Ob es eine Entschuldigung bei Cavani gab? „Nein. Jeder ist mit dem Thema wie ein Gentleman umgegangen. Weder hat er noch habe ich öffentlich darüber gesprochen“, so Jara. Angesichts der kürzlichen Begegnung zwischen Chile und Uruguay mit Cavani fügte er an: „Wir haben das auf dem Feld ausgemacht: Die Sache ist gegessen!“

Copa-Gewinn „prägendster Moment“

Es gebe „mehr Trashtalk“ im Spiel als in Europa, so Jara über den Fußball in Südamerika. Grundsätzlich sei der Spielstil in Südamerika seiner Meinung nach physischer geworden. Der südamerikanische Fußball „hat sich stark verändert. Brasilien spielt körperbetonter als zu Zeiten von Kaka, Ronaldinho oder Rivaldo. Bei Argentinien ist es ähnlich, auch wenn es Messi oder di Maria hat oder eben Brasilien Neymar. Südamerika hat sich dem europäischen Stil angenähert. Wir haben das mit Chile adaptiert“, erklärte der Mittelfeldspieler. Den Gewinn der Copa America mit Chile im vergangenen Sommer bezeichnete er als „prägendsten Moment“der jüngeren Vergangenheit. „Das bleibt auf ewig“, sagte Jara.

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