Bundesliga

Kagawa genervt: Kann es nicht nur unter Klopp

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München- Zuletzt war Shinji Kagawa bei Borussia Dortmund nicht mehr gesetzt. Im Interview mit der Sport-Bild sprach er über Jürgen Klopp, seine aktuelle Situation und ein Gespräch mit Thomas Tuchel.

Japaner selbstkritisch: „Unbefriedigender Monat“

„Mit diesem Märchen, dass ich nur unter Klopp gut spielen kann, möchte ich endlich mal aufräumen. Ich habe in England unter Ferguson und Moyes gespielt, in Japan unter verschiedenen Trainern. Dort habe ich mich durchgesetzt“, bezog der Japaner Shinji Kagawa deutlich Stellung. Dies sei ihm auch bei Tuchel bisher gelungen, „zumindest in der Hinrunde“, schränkte er ein. Zuletzt war der Mittelfeldspieler häufiger Ersatz. Beim 0:0 in Berlin stand er nicht einmal im Kader. „Der letzte Monat war für mich persönlich in der Tat unbefriedigend“, gab er jetzt offen zu. „Zum Glück stimmten die Ergebnisse der Mannschaft. Ich bin fit,daran kann es also nicht liegen.“ Er habe zuletzt gut trainiert und wolle in den englischen Wochen regelmäßig spielen, berichtete er.

Kagawa kein Auslaufmodell

Kagawa erklärte, dass es nach seiner Nicht-Berücksichtigung für das Spiel in Berlin ein Gespräch mit Trainer Thomas Tuchel gegeben habe. „Wir haben uns gut und intensiv unterhalten und alles geklärt. Wir sind total im Reinen miteinander“, berichtete der 26-Jährige von der Aussprache am Tag nach der Partie. Als Auslaufmodell sehe er sich aber „ganz sicher nicht.“ „Ich werde wieder meine Leistung abrufen und da hinkommen, wo ich in der Hinrunde war“, versprach Kagawa.Er denke absolut positiv und sei „ganz sicher kein Typ, der komplett frustriert ist“ und schlechte Stimmung verbreite.

„Bessere Trainingsmöglichkeiten in Deutschland“

Ex-ManUnited-Spieler Kagawa sprach auch über die Unterschiede zwischen dem Trainingsalltag in England und Deutschland. In England werde aufgrund der vielen Spiele weniger im athletischen beziehungsweise Ausdauerbereich gearbeitet. Es gibt keine Winterpause, man hat alle drei, vier Tage einSpiel – da ist die Trainingssteuerung natürlich eine etwas andere,“ erklärte der 77-malige japanische Nationalspieler. „Zudem sind in Deutschland auch die Trainingsmöglichkeiten und Bedingungen etwas besser“, lobte er. „Wahrscheinlich führt all das in Kombination dazu, dass die Spieler hier allgemein etwas fitter sind.“

Er selbst habe nach Misserfolgen in Manchester und mit der Nationalmannschaft bei der WM und der Asienmeisterschaft Gedanken gemacht, wo er professioneller werden könne. „Ich habe ein Bett mit einer speziellen Matratze aus Japan, damit ich optimal schlafen kann. Ich habe einen japanischen Koch, der ab und zu vorbeikommt– gerade das Thema Ernährung istmir extrem wichtig. Und ich habe auch eine Sauerstoffkammer,“ nannte er Beispiele für seine privaten Maßnahmen, die ihm zum Erfolg verhelfen sollen.

Über David Reininghaus

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