Bundesliga

Kahn verteidigt Guardiola

am

München – Oliver Kahn hat sich in einem Interview mit der Bild am Sonntag über Mario Götze, Pep Guardiola  und die Zukunft des FC Bayern geäußert.

Zeitgeist-Kritik

Es sei typisch für den Zeitgeist, den Fußball nur auf das Gewinnen zu reduzieren, so der 46-Jährige. Dies sei eine gefährliche Sichtweise, so würde die eigentliche Aufgabe des Fußballs in Vergessenheit geraten: „Spaß, Identifikation, Emotionen und Lebensfreude zu vermitteln.“

Kahn wies daraufhin, dass eben auch Guardiola nicht perfekt sei, obwohl er zu den besten Taktikern unter der Trainer-Gilde zähle. „Allerdings hat man in den Halbfinalspielen der letzten beiden Champions-League-Saisons gegen Real Madrid und Barcelona gesehen, dass er unter hohem Druck auch mal in seinen Entscheidungen daneben liegen kann.“

Guardiola fehle allerdings Kompromissbereitschaft

Zudem machte Kahn noch eine Schwäche bei Guardiola aus: Der Katalane sei immer noch sehr stark von der Kultur des FC Barcelona geprägt. „Der FC Bayern ist aber ein anderer Verein mit seiner speziellen Tradition“, sagte Kahn und ergänzte: Keiner habe von Guardiola verlangt, sich auf alles anzupassen, aber es wäre erforderlich gewesen, „sich einzulassen auf die Eigenarten einer anderen Vereinskultur.“ In diesem Zusammenhang deutete Kahn sein Unverständnis über Guardiola in der Zusammenarbeit mit dem Ärzte-Team des FC Bayern an. Hier habe es „ständige Unruhe“ gegeben, was Kahn auf die fehlende Kompromissbereitschaft des Spaniers zurückführt.

U.a. verließ Vereinsarzt-Ikone Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt die Münchner während der vergangenen Saison wohl nach einem Streit mit Guardiola.

Was Kahn über Götze und den „Maulwurf“ sagt, lesen Sie im zweiten Teil der News

[dppv_emotions]

Über Daniel Michel

Diesen Beitrag kommentieren

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.