Kießling: Nie wieder schmerzfrei?

München – Für Stefan Kießling hat der Spruch „von Tag zu Tag denken“ eine ganz neue Bedeutung bekommen. Der Angreifer von Bayer 04 Leverkusen muss ganz genau auf seinen Körper hören und prüfen, was die lädierte Hüfte tatsächlich noch mitmacht. Selbst ein vorzeitiges Karriereende kann der Stürmer nicht ausschließen.

Stefan Kießling ist für jede Spielminute dankbar. (Foto: Alex Grimm/Bongarts/Getty Images)

Kießlings Angst vor dem Karriereende

Stefan Kießling muss die Belastungen exakt dosieren, damit die lädierte Hüfte alles mitmacht. Planungen sind so kaum noch möglich, wie er dem kicker erklärte: „Egal, ob ich heute weniger mache oder nicht: Ich weiß morgen nicht hundertprozentig, ob ich wirklich spielen kann.“

Er schaut nur noch „auf den nächsten Tag“

Der frühere Stammspieler und Torschütze vom Dienst ist nur noch Teilzeitarbeiter und könnte keine komplette Halbserie mehr durchstehen, wenn er von Anfang bis Ende auf dem Feld stehen müsste. Selbst ein vorzeitiges Karriereende kann er, trotz Vertrages bis 2018, nicht ausschließen: „Ich schaue eigentlich nur noch auf den nächsten Tag. Es ist wirklich so.“

Dankbar für jede Minute Profifußball

Kießling musste lernen, damit umzugehen und blickt inzwischen aus einer ganz anderen Perspektive auf die Zeit als Profi: „Für jede Minute, die ich spielen kann, bin ich dankbar. Vor allem, wenn es ohne Schmerzen geht. Doch das ist nicht immer so einfach. Deswegen versuche ich die eineinhalb Jahre nur irgendwie zu genießen.“

Kießling nimmt Schmerzmittel ein

Ohne die Einnahme von Schmerzmitteln wäre es wohl überhaupt nicht mehr möglich, Fußball zu spielen. Kießling bereut diese Entscheidung, obwohl ein in Zukunft gar ein künstliches Hüftgelenk droht, nicht: „Ich bin schon dankbar, dass ich auch dadurch diesen Job noch ein bisschen länger ausüben kann. Wobei man das natürlich nicht übertreiben darf. Ich versuche, die Einnahme von Schmerzmitteln möglichst einzuschränken.“

Champions-League-Qualifikation derzeit kein Thema

Sein Traum, noch einen Titel zu gewinnen, ist aktuell allerdings in weite Ferne gerückt. Im DFB-Pokal ist die Werkself ausgeschieden, der Weg zum Sieg in der Königsklasse ist steinig und in der Bundesliga steckt das Team im Mittelfeld fest. Selbst die Qualifikation zur Champions League ist stark gefährdet, wie er offen zugibt: „Mit Platz 4 haben wir im Moment nichts zu tun.“

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