Kimmich sieht sich im Mittelfeld, Boateng verzichtet auf das Internet

München –  Joshua Kimmich hat sich im deutschen Team hinten links festgespielt, dennoch sieht er sich als Mittelfeldspieler. Abwehrchef Jerome Boateng verzichtet indes auf Internet und konzentriert sich auf das Spiel gegen Italien.

during the UEFA EURO 2016 Group C match between Northern Ireland and Germany at Parc des Princes on June 21, 2016 in Paris, France.
Joshua Kimmich wird wohl auch gegen Italien hinten rechts spielen. (Foto: Alexander Hassenstein/Getty Images)

Mit seinen starken Auftritten gegen Nordirland und die Slowakei hat sich Joshua Kimmich auf der rechten Abwehrseite im deutschen Team festgespielt. Zwar nicht seine Lieblingsposition, aber lieber so als auf der Bank zu sitzen, verriet er der Süddeutschen Zeitung. „Was die Position angeht, würde ich schon sagen, dass ich von Hause aus ein defensiver zentraler Mittelfeldspieler bin. Aber Spieler müssen flexibel sein, und lieber spiele ich rechts hinten als auf der Sechs die fünfte Geige“, sagte Kimmich.

Ohne Erwartungen zum Turnier

Die Erwartung zu spielen, hatte er vor der EM nicht. „Ich war erst mal nur froh, dass ich überhaupt im Kader dabei war“, sagte er. „Ich habe dann ja ein paar Mal hinten rechts trainiert, aber dass es so läuft, damit konnte ich selbst auch nicht rechnen. Das ist ein Kindheitstraum, der in Erfüllung geht.“

Kimmich hat damit etwas mit seinem Mannschaftskollegen Jerome Boateng gemein. Auch er spielte bei seinem ersten großen Turnier, der WM 2010 auf der ungewohnten Position des Linksverteidigers. Mittlerweile ist er der Chef in der Innenverteidigung und überzeugt mit starken Auftritten bei dieser EM.

Nachrichten von Freunden für Boateng

Die Begeisterung im Internet über seine Leistungen bekommt der 27-Jährige gar nicht mit. „Ich schaue gar nicht ins Netz, bekomme vielleicht mal etwas von Freunden geschickt, die sich freuen und schreiben: Hey super! oder Bin stolz auf Dich!“, sagte Boateng der AZ. „Ich schreibe mit der Familie und Freunden, am Tag nach einem Spiel kommen ein paar Berichte und Zeitungsartikel, die ich mir dann anschaue.“ Ansonsten verzichtet er auf Online-Medien.

Trotz einer drohenden Sperre für das Halbfinale will sich Boateng gegen Italien nicht zurücknehmen. „Ich gehe in dieses Spiel wie in jedes andere, auch in die Zweikämpfe. Ich werde nicht an die mögliche Sperre denken, das bringt nichts.“

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