96-Boss Kind fordert acht Siege

München –  Hannover 96 hat in der Rückrunde bisher keine Punkte geholt. Zuletzt verlor das Team von Trainer Thomas Schaaf 0:1 beim BVB. Platz 18 nach 21 Spieltagen und bereits sechs Punkte Rückstand auf den Relationsplatz sind die Folge. Präsident Martin Kind führt Hannover 96 seit über 18 Jahren. Unter seiner Führung stehen bisher nur Aufstiege zu Buche. Doch nun droht der 1. Abstieg unter seiner Ägide – außer, so der Präsident, es folgt eine Siegesserie.

The President of Hannover 96 Martin Kind is pictured prior to the German first division Bundesliga football match between Hannover 96 and SC Freiburg at the HDI-Arena in Hanover, Germany on May 23, 2015. AFP PHOTO / ODD ANDERSEN RESTRICTIONS - DFL RULES TO LIMIT THE ONLINE USAGE DURING MATCH TIME TO 15 PICTURES PER MATCH. IMAGE SEQUENCES TO SIMULATE VIDEO IS NOT ALLOWED AT ANY TIME. FOR FURTHER QUERIES PLEASE CONTACT DFL DIRECTLY AT + 49 69 650050. (Photo credit should read ODD ANDERSEN/AFP/Getty Images)
Martin Kind ist in Sorge um Hannover 96. Foto: ODD ANDERSEN/AFP/Getty Images

Kader im Winter verstärkt

„Wir haben in der Winterpause bewusst einen neuen Trainer und gleich mehrere neue Spieler verpflichtet. Dadurch ergibt sich eine neue Konkurrenzsituation im Kader, die uns voranbringen wird. Nichtsdestotrotz wissen wir, dass die Rückrunde brutal schwierig wird,“ erklärte 96-Präsident Martin Kind im Gespräch mit der Welt am Sonntag und ergänzte: „Das haben die ersten Spieltage ja auch schon gezeigt. Wir müssen trotzdem Ruhe bewahren und bis Saisonende sieben, besser acht Spiele gewinnen. Dann haben wir noch die Möglichkeit zum Klassenerhalt“, gab der Hörgeräteunternehmer die Marschrichtung vor.

„Situation begleitet mich beim Einschlafen“

 Im Falles eines Abstiegs sieht Martin Kind Hannover 96 gut aufgestellt: „Dann stehen wir wieder auf und streben den sofortigen Wiederaufstieg an. Wir sind handlungsfähig und können uns einen Abstieg wirtschaftlich leisten. Dafür haben wir in den vergangenen Jahren die entsprechenden Strukturen geschaffen.“ Die Situation belastet den Klub-Boss dennoch. Ein erster Abstieg wäre für ihn „eine Katastrophe und ein Desaster. Wenn ich abends im Bett liege, begleitet mich die aktuelle Lage beim Einschlafen“, zeigte sich Kind persönlich betroffen.

„Ich laufe nicht weg“

„Ich trage natürlich eine Mitschuld an der schwierigen Situation. Nach der Ära Slomka/Schmadtke zum Beispiel gab es eine Addition von unglücklichen Personalentscheidungen. Das muss ich mir ankreiden“, zeigte sich Kind wie schon unter der Woche in einem Interview mit der Sport-Bild erneut selbstkritisch. Der Verantwortung in Folge eines Abstiegs will sich der Präsident stellen. „Ich laufe nicht weg. Bei einem Abstieg sehe ich es als meine Pflicht und Verantwortung an, den Wiederaufbau einzuleiten und mich zu engagieren. Ich bin aber nach wie vor überzeugt, dass wir den Klassenerhalt sichern“, betonte Kind.

„Es kommt kein reicher Scheich“

Zur Saison 2017/18 will sich Kind von seinem Amt und dem aktuellem Tagesgeschäft zurückziehen. Operativ werden dann andere arbeiten. „Die insgesamt sieben Investoren sind allesamt regionale Partner, die lediglich drei Dinge wollen: die Geschäftsführung bestimmen und den Haushalt und die Investitionen genehmigen. Zudem muss niemand Angst haben, dass der reiche Scheich plötzlich kommt und Hannover 96 aufkauft. Das ist weltfremd und allein schon durch den Gesellschaftervertrag ausgeschlossen“, erklärte Kind die Struktur bei Hannover 96.

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