Klopp lehnte Angebot von Manchester United ab

München – Spätestens nach dem Gewinn der zwei Meistertitel mit Borussia Dortmund 2011 und 2012 gilt Jürgen Klopp als Coach, der jeden Top-Klub in Europa trainieren kann. Und wie er nun vor dem Duell seines FC Liverpool gegen Manchester United verriet, hatte er 2013 offenbar ein ehrenvolles Angebot erhalten: Als Nachfolger von Alex Ferguson hätte er Trainer von Manchester United werden können.

Jürgen Klopp hat mit dem FC Liverpool bereits zwei Siege gegen den am jeweiligen Spieltag amtierenden Tabellenführer gefeiert (Manchester City, Leicester City). (Foto: Alex Livesey / Getty Images)
Jürgen Klopp hat mit dem FC Liverpool bereits zwei Siege gegen den am jeweiligen Spieltag amtierenden Tabellenführer gefeiert (Manchester City, Leicester City). Foto: Alex Livesey / Getty Images

„Wollte Dortmund nicht verlassen“

Das berichtet nun die Sun und zitiert Klopp auf der Pressekonferenz: „Wir haben miteinander gesprochen. Es war eine große Ehre für mich. Aber es war eine Phase, in der ich Dortmund nicht verlassen konnte. Es war April und wir waren mittendrin bei der Planung der neuen Saison.“

Mit dem BVB auf Final-Kurs

Gemeint ist das Jahr 2013, als Sir Alex Ferguson sein Karriere-Ende nach fast 20 Jahren auf der Trainer-Bank von Manchester United angekündigt und selbst den geeigneten Kandidaten für seine Nachfolge gesucht hatte. Klopp war in der engeren Auswahl, doch er lehnte die Offerte ab. „Ich konnte das Angebot zu diesem Zeitpunkt nicht annehmen“, betonte Klopp nun, er sei eben nicht der Typ, der mittendrin seinen Klub verlasse, zumal Dortmund auch kurz vor dem Einzug ins Champions-League-Finale gestanden war.

Ferguson als „John Lennon“ des Fußballs

„Wir haben Gespräche geführt, aber ich hatte zunächst meine Aufgabe mit Dortmund zu erledigen. Dann hätte ich erst über andere Optionen nachdenken können. Das klingt vielleicht unintelligent, aber das ist meine Einstellung“, rechtfertigte sich Klopp nun, der über Alex Ferguson schwärmte: „Er ist vielleicht der beste Trainer aller Zeiten. Sozusagen der John Lennon des Fußballs. Ich habe großen Respekt vor dem, was er als Trainer erreicht hat.“


 

Ferguson auf einem twitter-Bild im Abschiedsjahr 2013


 

100-Tage-Bilanz mit Liverpool

Klopp blieb bekantlich bis zum Sommer 2015 bei Borussia Dortmund, Mitte Oktober übernahm er nun den FC Liverpool. Seine 100-Tage-Bilanz auf der Insel fiel nun durchschnittlich, aber dennoch positiv aus. „Es war eine intensive Zeit, so weit, so gut“, sagte Klopp und führte aus: „Es gab einige perfekte Momente, einige durchschnittliche und nicht zu viele schlechte Momente. Wir werden weiter an uns arbeiten.“

Wiedersehen mit van Gaal

Wie immer im Leben, so Klopp, „hätte man Dinge besser machen können. Wir müssen weitermachen und das werden wir tun.“ Gegen Manchester United trifft Klopp auf Trainer-Kollege Louis van Gaal. Es ist jener Coach, der 2011 den FC Bayern als amtierender Meister trainiert hatte, sich aber von Klopp entthronen lassen musste.

fussball.news ist Partner von Mein Sportradio

Diskutiere mit