Bundesliga

Klub-Chef Beiersdorfer sieht Reifeprozess im HSV-Team

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München- Für den Hamburger SV läuft es diese Saison zumindest wieder etwas besser als in den beiden Vorjahren. Dort rettete sich der Klub erst in der Relegation. Im Interview mit der Bild-Zeitung sprach Dietmar Beiersdorfer über die Entwicklung der Mannschaft, das Umfeld und die Ziele für die Zukunft.

Keine vorzeitige Entscheidung im Abstiegskampf

„Ich glaube, dass im März noch alles eng zusammen ist“, glaubt Beiersdorfer nicht an ein frühzeitiges Ruhekissen im Abstiegskampf. Nach 23 Spielen steht der HSV mit 28 Punkten und sieben Zählern Vorsprung auf Relegations-Platz 16 (Bremen) auf Rang elf. „Wir wissen natürlich, dass man bei der Tabellen-Situation wohl keine 40 Punkte für den Klassenerhalt braucht. Wir wollen uns steigern. Rettung alleine heißt nicht, dass wir uns unbedingt verbessern“, so der Vorstandsvorsitzende.

HSV-Verantwortliche wollen mehr

Beiersdorfer erkennt einen Reifeprozess im Team von Trainer Bruno Labbadia. „Wir haben eine stabilere Mannschaft, die nicht mehr so viele Ausschläge nach unten hat wie in der Vergangenheit. Wir haben wieder mehr Kontrolle übers Spiel, arbeiten uns verlässlich Tor-Chancen heraus. Insgeheim verspricht man sich bei den Norddeutschen eine weitere Steigerung. „Für den Moment ist das okay, aber insgesamt noch nicht gut genug für die Vorstellungen, die wir haben.“

Beiersdorfer: „Man muss schauen, wo wir herkommen“

Trotz der ambitionierten Ziele mahnt er angesichts der schwachen Leistungen in den Jahren zuvor zur Bescheidenheit. „Man muss schauen, wo wir herkommen. In der Saison 13/14 haben wir 27 Punkte geholt und 75 Gegentore kassiert. Vergangene Runde, als Bruno (Anm. d. Red.: Labbadia,) erst in der Endphase eingestiegen ist, waren es 35 Zähler. 30 Prozent mehr, das war die größte Punktesteigerung aller Mannschaften.“ Wenn man sich erst in der letzten Sekunde der Relegation rette, könne man laut Beiersdorfer aber nicht zufrieden sein.

„Haben keine Traumschlösser gebaut“

Beiersdorfer freut sich über die Geduld im Umfeld. „Ich spüre viel Vertrauen und Verständnis dafür, dass es nicht von heute auf morgen geht. Es ist mein großes Ziel und meine Verpflichtung, das Vertrauen zu rechtfertigen. Ich habe das Gefühl, dass wir in verschiedenen Bereichen langsam wieder aufschließen.“ Das Vertrauen führt er auch darauf zurück, dass der Klub immer offen kommuniziert habe. „Wir haben keine Traumschlösser gebaut“, so Beiersdorfer.

Über David Reininghaus

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