Champions League

Kohler: Juve-Spieler haben Zenit überschritten

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München – Ex-Profi Jürgen Kohler kritisiert seine beiden ehemaligen Vereine nach einer herausragenden Champions-League-Partie am Dienstagabend. Die Bayern waren dem Weltklasseverteidiger früherer Tage zu schlafmützig in der Schlussphase, bei Juve hingegen seien zu viele Akteure schlichtweg über ihrem Zenit.

Kimmich trifft Mitschuld an beiden Treffern

Nach einer 2:0-Führung mussten die Bayern in Turin noch zwei Gegentreffer hinnehmen. „Eine gute, aber auch gefährliche Ausgangsposition“, bewertete Kohler das Unentschieden in seiner Kicker-Kolumne. Der Welt- und Europameister stellte den Italienern dennoch kein gutes Zeugnis aus. „Das Unentschieden haben sie der zweimaligen Schlafmützigkeit der Bayern-Abwehr zu verdanken.“ Jung-Star Joshua Kimmich war so etwas wie der tragische Held des Abends – er verteidigte lange Zeit sehr stark und sah dann doch bei beiden Gegentreffern schlecht aus. Der einstige Abwehrrecke Kohler legte den Finger in die offene Wunde: „Da bringt es auch nichts zu sagen, Joshua Kimmich habe weitgehend gut gespielt. Dafür kann er sich nichts kaufen, wenn ihn an beiden Gegentreffern eine Mitschuld trifft. Manchmal hilft es auch, wenn man eine schlechte Note schwarz auf weiß bekommt und erkennen kann, dass man sich noch verbessern muss.“

„Juve auf der Intensivstation“

Dennoch: Die Münchner bleiben weiterhin der Favorit auf das Weiterkommen. Er kritisierte den deutschen Rekordmeister dennoch scharf für die Leistung in der Schlussphase: „Juve lag nach dem 0:2 auf der Intensivstation. 15 starke Minuten hätten dann fast gereicht, um Bayern zu schlagen. Das darf nicht passieren und kann den Italienern fürs Rückspiel Energie verleihen.“ Die Bayern müssten dennoch keine Angst vor Juve haben. Vor allem dann nicht, wenn der FCB mit Tempo spielt. Für Kohler sind viele Juve-Spieler „über ihrem Zenit“. Dagegen habe Mehdi Benatia seinen Rückstand etwas aufgeholt, auch ein halbwegs fitter Javi Martinez würde der Elf in der Defensive guttun. Bei Franck Ribery müsse man hingegen noch mit der Prognose abwarten, ob er auch gesund bleiben wird.

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