Osako: So schieße ich mehr Tore für Köln

München – Yuya Osako wurde zuletzt durch eine Reizung im Knie ausgebremst, soll diese Woche aber wieder ins Training einsteigen. Im Interview mit dem kicker sprach der Kölner Stürmer über die Rückkehr in die vorderste Angriffslinie, seine Ziele für die Rückrunde und die Unterschiede zwischen dem japanischen und dem deutschen Fußball.

Yuya Osako will in der Rückrunde zum Torjäger werden. Foto: Maja Hitij/Bongarts/Getty Images

Torgefahr steigern

In dieser Saison durfte Yuya Osako ein erfolgreiches „Comeback“ feiern, lief er doch nach langer Zeit wieder auf seiner Stammposition als zweite Spitze neben Anthony Modeste auf. Eine Rückkehr zur Normalität also für den 24-Jährigen, der in der letzten Saison vermehrt im Mittelfeld und auf den Flügeln agierte, wie er sich gegenüber dem kicker erinnerte: „In meiner bisherigen Karriere hatte ich vorher nie im Mittelfeld gespielt. Daher war es im letzten Jahr schwierig. In der Vorsaison musste ich ja unter anderem sogar auch auf der Seite spielen – das war völlig neu für mich“.

Fünf Scorer-Punkte in 16 Spielen

Doch nicht nur aus Gewohnheitsgründen begrüßt Osako die aktuelle Position: „Dadurch, dass ich in dieser Saison weiter vorne spiele, bekomme ich einfach mehr Torgelegenheiten.“ Torgefahr, eine Fähigkeit, die der 17-malige japanische Nationalspieler in der Rückrunde weiter entwickeln will. „Ich will mehr Tore erzielen, mehr Vorlagen geben. Ich will noch mehr zum Erfolg des Teams beitragen“, stellte sich Osako in den Dienst der Mannschaft. Dazu gehöre auch, „mehr Zug zum Tor zu entwickeln“ und „vor dem Tor die richtigen Entscheidungen“ zu treffen“. Sollte dies gelingen, dann wäre er ein „Spieler, vor dem sich der Gegner fürchtet“, wie er betonte.

Was Respekt in Japan bedeutet

Den Gegner das Fürchten lehren, das können deutsche Spieler im Unterschied zu japanischen immer noch über die Physis, zumindest seien sie japanischen Spielern überlegen, skizzierte Osako die wesentlichen Unterschiede zwischen dem deutschen und dem japanischen Fußball: „Was den Fußball im Allgemeinen angeht: Die Japaner sind technisch stark, den Deutschen aber in Sachen Physis unterlegen.“ Außerdem sei zwischen Deutschland und Japan ein Unterschied in Sachen Respekt zu beobachten: „In Japan wird Respekt großgeschrieben – vor allem gegenüber älteren Personen. Das ist in Deutschland anders. Bei Japanern ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass die jungen Spieler dann später genau wie die Älteren werden. So was gibt es hier nicht.“

Europa durchaus möglich

Dennoch ist für den Japaner in Köln ein funktionierendes Kollektiv vorhanden, das mit der Zeit und den zahlreichen Vertragsverlängerungen der Führungsspieler immer erfolgreicher werden könnte, wie er glaubt: „Je länger wir so zusammenspielen, desto größer wird die Wahrscheinlichkeit, dass wir immer besser werden. Das ist eine gute Sache, wie ich finde.“ Ob diese Entwicklung dann in einen internationalen Wettbewerb führt, dies sei auch abhängig davon, ob die Mannschaft „in jedem einzelnen Spiel“ in der Lage sei, „ihre beste Leistung abzurufen“.

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