Korkut: „Muss sich alles erst zusammenfinden“

München – Tayfun Korkut hat eine Mammutaufgabe vor sich. Der neue Trainer soll den 1. FC Kaiserslautern aus dem grauen Mittelmaß der 2. Liga herausführen.

KAISERSLAUTERN, GERMANY - JULY 19: Tayfun Korkut poses during the offical team presentation of 1.FC Kaiserslautern at Fritz-Walter-Stadion on July 19, 2016 in Kaiserslautern, Germany. (Photo by Andreas Schlichter/Bongarts/Getty Images)
Tayfun Korkut ist seit kurzem Trainer des 1. FC Kaiserslautern. Foto: Andreas Schlichter / Bongarts / Getty Images

Korkut spürt Aufbruchsstimmung

Trotz der schlechten finanziellen Lage spürt Korkut eine Aufbruchsstimmung bei den Roten Teufeln. „Alle packen an – das spüre ich. In dieser wirtschaftlich nicht einfachen Situation und dem zu bewältigenden Umbruch ist jeder bei der Sache“, sagte Korkut dem kicker und betonte: „In Brentford habe ich zudem gesehen, was von Fanseite möglich ist. Bei knapp 1000 Leuten bei einem Testspiel in England kann man von Aufbruch sprechen, darf den Realismus aber nicht verlieren. Es geht um die richtige Balance, um mit festen Schritten voranzukommen.“

Mittelfeldspieler im Fokus

Der 42-Jährige macht sich derzeit besonders Gedanken um seine Mittelfeldspieler. „Es gibt ein spanisches Sprichwort: ‚Sag mir, wer in deinem zentralen Mittelfeld spielt und ich sage dir, wie gut deine Mannschaft ist.‘ Daher geht es um erfahrene Spieler wie etwa Christoph Moritz, Alex Ring und Daniel Halfar und um junge und sehr talentierte Spieler wie Marlon Frey“, sagte der frühere Coach von Hannover 96.

Freude auf Duell mit Ex-Verein

Korkut trifft zum Auftakt mit den Pfälzern in eineinhalb Wochen ausgerechnet auf seinen Ex-Verein. „Ich hatte dort eine sehr schöne Zeit, habe viele Freunde gewonnen. Das Kapitel ist aber abgeschlossen. Ich freue mich auf die neue Aufgabe und die Partie“, so Korkut. Er ergänzte: „Vor allem, weil es ein Heimspiel am Freitagabend unter Flutlicht ist. Es ist das erste Ziel, zu Hause unsere Fans wieder zu begeistern“. Dies soll mit folgender Spielweise gelingen: „Der Klub hat durch seine Geschichte eine Fußballkultur, die ich in meine Spielidee einfließen lassen will und muss. Leidenschaft, Einsatz, Wille, nie aufgeben, aber auch Demut. Es muss sich allerdings alles zusammenfinden.“

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