Kramer: „Sehe mich als Nummer fünf“

München – Nach einem halben Jahr ist Weltmeister Christoph Kramer (24) bei seinem neuen Verein Bayer Leverkusen „angekommen“. Sportlich sieht der Mittelfeldakteur für sich aber noch Steigerungspotential. „In der Hinrunde war ich mal richtig gut, mal wieder nicht. Mir fehlt die Konstanz. Das abzustellen ist mein Ziel für die Rückrunde“, sagte er im Interview mit der Sport-Bild. Vereinswechsel seien immer eine extreme Umstellung. Das gelte gerade für Leverkusen, die laut Kramer auf dem Platz „geplantes Chaos“ spielen.

BARCELONA, SPAIN - SEPTEMBER 29: Christoph Kramer of Bayer 04 Leverkusen competes for the ball with Dani Alves of FC Barcelona during the UEFA Champions League Group E match between FC Barcelona and Bayer 04 Leverkusen on September 29, 2015 in Barcelona, Spain. (Photo by David Ramos/Getty Images)
Christoph Kramer kam nach seiner Rückkehr zu Bayer Leverkusen 15mal in der Bundesliga zum Einsatz (3 Vorlagen). Foto von David Ramos/Getty Images

Nationalmannschaft? Kramer stellt sich hinten an

Im Verein will Kramer vorneweg gehen, bei der Nationalmannschaft ist die Konkurrenz für den Weltmeister von 2014 aber noch zu stark. „Mit vier Weltklasse-Spielern wie Gündogan, Schweinsteiger, Kroos oder Khedira sehe ich mich eher als Nummer fünf“, so seine selbstkritische Einordnung. Wenn alle fit seien, müsse er sich hinten anstellen. „Ich sollte deshalb auch nicht zu hohe Ansprüche stellen“, sagte Kramer, der zudem den guten Zusammenhalt im Nationalteam lobte: „Mit den Jungs habe ich dort unheimlich viel Spaß. Der Austausch unter den Spielern ist großartig und etwas Besonderes. Die Integration im Nationalteam geht total schnell. Das ist vielleicht auch unser Geheimnis.“

Kramer will EM-Ticket lösen

Beim Kampf um die EM-Fahrkarte sieht sich Kramer durch das verpasste Champions-League-Achtelfinale mit Leverkusen nicht im Hintertreffen: „Mit Gladbach habe ich nicht mal international gespielt. Deshalb würde ich das nicht als Nachteil sehen.“ Außerdem habe Bayer alle Chancen, in der Europa League weit zu kommen. Ein Garant dafür könnte Stürmer Chicharito sein. Der Mexikaner traf in der Hinrunde wettbewerbsübergreifend 24 Mal für die Werkself. Es sei gut, einen Star wie ihn im Verein zu haben, meinte Kramer und betonte: „Er zieht viele Leute an Land, es werden mehr Trikots verkauft. Gerade in Südamerika. Die Aufmerksamkeit des Vereins im Social-Media-Bereich oder bei den Fans ist größer.“

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