Bundesliga

Kuranyi: „Ich bin sauer auf mich selbst“

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München – Für Kevin Kuranyi war die Rückkehr in die Bundesliga bislang keine erfolgreiche. Mit der TSG 1899 Hoffenheim ist der Stürmer akut abstiegsbedroht.

„Wollte als Persönlichkeit da sein“

52 Länderspiele mit 19 Toren für Deutschland. Lang ist’s her bei Kevin Kuranyi. Sein Wechsel zur TSG 1899 Hoffenheim sorgte für große Schlagzeilen. Doch mittlerweile herrscht Ernüchterung. „Ich bin geholt worden, um der Mannschaft zu helfen. Aber es ist ganz anders gelaufen. Ich kam ohne Vorbereitung hierher und war nicht richtig fit. Ich musste sofort spielen. Ich hatte das auch gesagt, aber drücken wollte ich mich auch nicht. Ich wollte als Persönlichkeit da sein“, sagte Kuranyi in der Sport Bild. 

Hoffnung auf „Gomez-Effekt“

Kraft für seine schwierige Zeit in Hoffenheim holt sich der Angreifer von Paradebeispiel Mario Gomez: „Ich habe mir für ihn gewünscht, dass er seine schwierige Phase überwindet. Aus seiner Geschichte ziehe ich Optimismus“, äußerte Kuranyi. Bei Besiktas Istanbul gehört Gomez unantastbar zum Stammpersonal und trifft für den türkischen Erstligisten am laufenden Band. Ein Effekt, auf den auch Kuranyi hofft.

„Bin sauer auf mich selbst“

Bei der letzten Heimniederlage gegen Aufsteiger Darmstadt (0:2) durfte Kuranyi nach vier Spielen Pause wieder als Joker ran, konnte den Kraichgauern aber in 18 Minuten Spielzeit nicht helfen. Zuvor musste der Stürmer auf der Tribüne Platz nehmen, gehörte nicht zum Kader. Diese Tatsache führt bei Kuranyi zu immenser Selbstkritik: „Bei Heimspielen gehört es sich, im Stadion zu sein. Auswärtsspiele sehe ich im Fernsehen. Mit Bauchschmerzen, und ich bin sauer – auf mich selbst. Und deshalb muss ich noch härter arbeiten.“ Noch hat der 33-Jährige 14 Spieltage Zeit, mit der TSG den Kopf aus der Abstiegs-Schlinge zu ziehen.

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