Bundesliga

Labbadia will auch mit 70 noch Trainer sein

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München – Der Hamburger SV spielt seit der Gründung der Bundesliga im Oberhaus und gilt als Bundesliga-Dino. Trainer-Dinos gibt es dagegen immer seltener, die junge Garde um Trainer Thomas Tuchel ist präsent – wäre da nicht Bruno Labbadia und sein Traum vom Jahr 2036.

„Wenn es Spaß macht“

Dann nämlich kann sich Labbadia, der in dieser Woche seinen 50. Geburtstag feiert, immer noch vorstellen, als Trainer zu arbeiten. „Wenn es mir Spaß macht, warum nicht noch mit 70?“, sagte Labbadia der Bild am Sonntag, auf die Frage, wie lange er sich noch den Trainer-Job vorstellen könne. „Während meiner Auszeiten habe ich gemerkt, dass Fußball nicht alles ist. Ich kann auch ohne“, so Labbadia, der ergänzte: „Aber irgendwann hatte ich wieder Lust. Und solange das der Fall ist, werde ich auch als Trainer arbeiten.“

Zum Thema Abstiegskampf sagte Labbadia zudem: „Wir waren vom ersten Tag an sehr wachsam, wissen, dass wir zu den Mannschaften gehören, die jeden Tag kämpfen müssen. Wir wissen aber auch, zu was wir in der Lage sind, wenn wir zusammenhalten. Das ist unsere Basis, dafür darf hier aber keiner nur fünf Prozent nachlassen.“

Labbadia beschwört Zusammenhalt

Er habe das Gefühl, dass beim HSV nun alle an einem Strang ziehen. „Jetzt gilt es, den Berg gemeinsam zu erklimmen. Das ist eine ganz große Herausforderung“, erklärte Labbadia und sagte, der HSV sei beim Anstieg des Berges  „noch nicht mal bei der Hälfte. Bis nach oben dauert es noch.“

Labbadia drückte auch sein Mitgefühl für Sekou Sanogo aus. Der Spieler vom FC Basel konnte durch eine Dokumentenpanne – Basel und Hamburg schieben sich gegenseitig die Verantwortung zu – nicht im Winter an die Elbe wechseln. „Wir hätten ihn gern verpflichtet“, so der HSV-Coach, der ausführte: „Wichtig ist mir nur noch, dass man den Spieler, für den es auch nicht schön ist, dabei nicht vergisst. Deswegen habe ich Mittwoch mit ihm telefoniert und ihm gesagt, dass es mir wahnsinnig leid tut. Für ihn und für uns.“

Kritische Beurteilung von sozialen Netzwerken wie Facebook

Labbadia äußerte sich darüber hinaus kritisch zur gesellschaftlichen Entwicklung in Zusammenhang mit sozialen Netzwerken: „Da steckt schon große Energie dahinter. Das kann positiv sein. Aber leider werden die Netzwerke durch die Anonymität auch missbraucht. Und ich habe den Eindruck, dass dadurch auch jede Menge Zeit verplempert wird. Ich habe mal gesagt, dass das Handy die größte Erfindung gewesen ist. Heute sehe ich das anders. Ich habe das Gefühl, dass viele Menschen sich den Rhythmus ihres Lebens durch ihr Smartphone diktieren lassen.“

Sein größter Geburtstagswunsch nun, so Labbadia, sei ein Sieg des HSV am Sonntag im Spiel gegen den 1. FC Köln: „Den größten Wunsch kann mir die Mannschaft durch einen Sieg gegen Köln erfüllen. Ansonsten wünsche ich mir natürlich, dass es mit dem HSV grundsätzlich noch ein ganzes Stück nach oben geht.“

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