Lahm: „Hoeneß weiß, was das Beste ist“

München – Die Bayern konnten bei ihrer Rückrunden-Premiere gegen den Hamburger SV (2:1) noch nicht für glanzvolle Momente sorgen. Zudem verletzte sich Jerome Boateng längerfristig. Kapitän Philipp Lahm gibt im Interview mit Sport1 einen Ausblick auf die Zeit ohne den wichtigen Innenverteidiger, seine Meinung zu Uli Hoeneß und über den härtesten Liga-Konkurrenten Borussia Dortmund.

Bayern-Kapitän Philipp Lahm äußert sich bei Sport1 über aktuelle und relevante Themen des FC Bayern München. (Foto: Lintao Zhang/Getty Images)
Bayern-Kapitän Philipp Lahm äußert sich bei Sport1 über aktuelle und relevante Themen des FC Bayern München. (Foto: Lintao Zhang/Getty Images)

„Hilft nichts, sich einzugraben“

Eine wichtige Säule in der Innenverteidigung wird für mehrere Monate ausfallen: Jerome Boateng leidet seit dem Punktspiel beim Hamburger SV an einer Verletzung im Adduktorenbereich. Dass die Situation für den deutschen Nationalspieler keine leichte ist, weiß auch sein Kapitän Philipp Lahm. „Er ist Leistungssportler und steht gerne auf dem Platz. Wenn man das nicht machen kann, ist man vielleicht ein bisschen angeschlagen. Ansonsten gibt er sich ganz normal, er kann auch nichts dagegen machen. Nun fällt er für ein paar Wochen aus. Das ist für uns als Mannschaft sehr, sehr bitter und für ihn natürlich auch. Aber es hilft nicht, zuhause zu liegen und sich einzugraben“, äußerte Lahm bei Privatsender Sport1.

„Dortmund schläft nicht“

Boateng wird den Bayern fehlen – einen Blitzeinkauf als Ersatz vor Ablauf der Winter-Transferperiode schlossen die Verantwortlichen vorerst aus. Somit klafft eine Leistungslücke beim Rekordmeister auf, die im Titelrennen mit Borussia Dortmund für düstere Mienen sorgt. Auch Lahm weiß die Stärken des härtesten Konkurrenten in der Bundesliga gut einzuschätzen: „Sie spielen sehr stabil und gut. Sie haben mehr Ballbesitz, haben das Spiel mehr in den eigenen Händen und dadurch besser im Griff. Wir wissen, dass unsere Konkurrenz – vor allem Dortmund – nicht schläft“, und ergänzte: „Sie sind acht Punkte hinter uns, aber es ist gefährlich.“ Die Bayern müssen weiterhin achtsam sein, denn der BVB ist gestärkt aus der Winterpause zurückgekehrt zu sein. Der 3:1-Auswärtssieg bei Borussia Mönchengladbach untermauerte dies.

 „Er weiß, was das Beste ist“

Auch über den Ex-Bayern-Boss Uli Hoeneß äußerte sich Lahm, mit Hauptaugenmerk auf sein derzeitiges Engagement im Nachwuchs an der Säbener Straße. „Er weiß, was das Beste für den Verein ist und für die jungen Spieler. Er hat das jahrelang mitbegleitet. Und deswegen ist das meiner Meinung nach eine Top-Situation, dass so ein Mann, der so vieles geleistet hat, für die Jugend arbeiten kann“, sagte Lahm. Und ob es realistisch sei, dass Hoeneß wieder Bayern Präsident wird? „Das ist nicht unsere Entscheidung oder von irgendjemandem, sondern in erster Linie die Entscheidung von Uli Hoeneß. Dann gibt’s immer noch Mitglieder, die darüber abstimmen und dann kann man sich darüber unterhalten.“

 

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