Lahm: Boateng-Ausfall „tut sehr weh“

München – Nach der Verletzung von Bayern-Verteidiger Jerome Boateng sieht Kapitän Philipp Lahm die personelle Situation beim Rekordmeister kritisch. „Man muss bedenken, dass unsere anderen Innenverteidiger in der Vergangenheit Rückschläge erlitten haben“, so Lahm auf der Sportmesse ISPO gegenüber Medienvertretern.

Lahm schließt Verstärkungen für die Abwehr indirekt nicht aus. Foto Lintao Zhang/Getty Images
Lahm schließt Verstärkungen für die Abwehr indirekt nicht aus. Foto: Lintao Zhang/Getty Images

Dennoch „keine Angst“ vor den kommenden Aufgaben

Boateng hatte sich beim Rückrundenstart gegen den Hamburger SV am Freitag eine Muskelverletzung zugezogen. Neben einem Muskelbündelriss soll sich der 27-Jährige nach Informationen der tz auch noch einen Adduktorenabriss zugezogen hat. Das würde einen Ausfall von mindestens drei Monaten bedeuten.

Der Ausfall von Boateng wiege laut Lahm sehr schwer, dennoch sieht er den FC Bayern für die kommenden Aufgaben gerüstet. „Das tut sehr, sehr weh. Weil wir aber sehr gute Männer dahinter haben, brauchen wir keine Angst davor zu haben. Dennoch ist es ein bitterer Ausfall, da wir natürlich am liebsten den ganzen Kader zur Verfügung hätten“, wird der 32-Jährige von goal.com zitiert.

Rüstet der FC Bayern nach?

Ob der FC Bayern personell nachrüsten soll, dazu wollte sich Lahm nicht direkt äußern, allerdings ruft er die Verletzungsgeschichte der weiteren Bayern-Verteidiger ins Gedächtnis: „Holger (Badstuber) war fast zwei Jahre raus, hat jetzt ein sehr gutes Spiel gemacht, aber man weiß nicht, ob er alle drei Tage auf dem Platz stehen kann. Javi (Martinez) hat auch eine Leidenszeit hinter sich, Medhi (Benatia) ist häufiger mal angeschlagen“, so Lahm zu Sport 1.

Rhythmus noch finden

Momentan falle der Ausfall von Boateng noch nicht allzu schwer ins Gewicht. In den kommenden Wochen habe der FC Bayern Zeit, sich in der Hintermannschaft abzustimmen. „Das Gute ist: Derzeit stehen keine englischen Wochen an. Wir können die Zeit noch gut nutzen, um den Rhythmus zu finden“, sagte Lahm zu goal.com.

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