Bundesliga

Lasoggas DFB-Traum

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München – Pierre-Michel Lasogga ist einer der Gründe, warum sich der Hamburger SV sportlich wieder gefangen hat. Im Interview mit 11Freunde gibt der 24-jährige Stürmer einen Einblick in sein Leben – auf und neben dem Platz.

Pierre-Michel Lasogga hat seine Karriere beim 1. FC Gladbeck begonnen. AFP PHOTO / PATRIK STOLLARZ

Pierre-Michel Lasogga hat seine Karriere beim 1. FC Gladbeck begonnen. Foto: AFP PHOTO / PATRIK STOLLARZ

Lasogga über den Aufschwung des HSV:

„Unter Bruno Labbadia hat sich vieles zum Positiven entwickelt, weil er in der Vorbereitung Zeit hatte, uns richtig gut einzustellen. Es ist zwar noch nicht alles Gold, was glänzt, aber es ist einfach ein gutes Gefühl, für uns auch für die Fans, dass wir eigentlich jeden schlagen können, wenn wir gut drauf sind, mit Ausnahme der Bayern vielleicht.“

…über Rafael van der Vaart:

„Für mich persönlich war es eine große Ehre, mit ihm spielen zu dürfen. Er hat mir viel beigebracht, die richtigen Laufwege zum Beispiel. Ich finde es schade, dass er weg ist.“

…über Beleidigungen auf dem Platz:

„Das gehört doch dazu. Letzte Woche gegen Darmstadt haben Aytac Sulu und ich einander 90 Minuten lang nichts geschenkt. Hinterher haben wir uns umarmt und gesagt: »War geil!« Man darf nicht nachtragend sein im Fußball.“

…über seinen Traum von der Nationalmannschaft:

„Seit ich klein bin, träume ich davon. Ich kann mich nur aufdrängen, einladen muss mich aber natürlich der Bundestrainer.“

…über echte Mittelstürmer:

„Die Diskussion über die falsche Neun wird schon lange geführt. Aber es schadet nie, eine echte Neun im Kader zu haben – und sie bringen zu können, wenn es drauf ankommt. So viele Typen von meiner Art gibt es in Deutschland nicht mehr.“

…über seine Inspiration:

„Die sehr körperliche Art, wie dort Fußball gespielt wird, hat mich immer schon inspiriert. Damals in meiner Heimatstadt Gladbeck haben wir auf der Wiese oder auf der Straße gespielt und waren natürlich nicht nach Altersgruppen getrennt. Da musste ich mich als Zehnjähriger schon mal gegen einen Sechzehnjährigen durchsetzen. Das hat mir immer Spaß gemacht, geheult habe ich jedenfalls nie.“

…über seine Schulzeit:

„Ich wollte immer nur Fußballer werden, hatte immer die Einstellung: No risk, no fun. Ich konnte nicht am Schreibtisch sitzen und Hausaufgaben machen, wenn ich das Gefühl hatte, dass heute vielleicht ein Scout vorbeikommt – der mich aber nicht entdeckt, weil ich nicht da bin. Ich habe mein Abitur gemacht, und das reichte dann auch. Der Rest war Fußball.“

…über seine Mutter und Familie:

„Wo ich herkomme, bleibt ein Familie ein Leben lang zusammen. Die Liebe wird nicht nur gespielt, sondern gelebt. Sie kommt von Herzen, das ist extrem. Mutter, Onkel, Geschwister: Nichts und niemand wird sich je zwischen uns drängen.“

Über Daniel Michel

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