Löw-Plan für 2016

München – „Ich gehe davon aus, dass wir beim Turnier weit kommen“, sagte Joachim Löw mit Blick auf die EM 2016 gegenüber dem kicker. In dem Bericht wird ein Ausblick auf den Fahrplan des DFB bis zur EM 2016 in Frankreich gegeben.

PARIS, FRANCE - DECEMBER 12: Joachim Low Manager of Germany is seen prior to the UEFA Euro 2016 Final Draw Ceremony at Palais des Congres on December 12, 2015 in Paris, France. (Photo by Matthias Hangst/Getty Images)
Joachim Löw ist seit Herbst 2006 Trainer der deutschen Nationalmannschaft. Foto: Matthias Hangst / Getty Images

Aufarbeitung der Ereignisse von Paris steht noch aus

Zunächst erklärte Löw allerdings, dass die Terroranschläge von Paris während des Länderspiels Frankreich – Deutschland im November und die kurzfristige Absage des Länderspiels gegen die Niederlande für das DFB-Team noch nicht ganz aufgearbeitet seien. „Wir müssen im März darüber reden, darauf müssen wir uns einstellen“, betonte Löw im Gespräch mit dem kicker und warnte: „Wir dürfen die unangenehmen Erinnerungen nicht mit ins Turnier nehmen.“

Nach dem EM-Auftaktspiel gegen die Ukraine am 12. Juni in Lille trägt das DFB-Team die weiteren beiden Gruppenspiele gegen Polen und Nordirland in Paris aus. Umso wichtiger für Löw, dass die Spieler psychisch gut aufgelegt die Spiele angehen. Auch Teampsychologe Hans-Dieter Hermann soll erneut mit Rat zur Seite stehen.

Testspiele gegen England und Italien

Zunächst aber startet das DFB-Team im März mit Testspielen gegen England (26. März/München) und Italien (29. März/Berlin). Die holprige EM-Quali wirkt dagegen fast vergessen. „Die WM hat uns trotz der nicht ganz optimalen EM-Qualifikation viel Selbstbewusstsein gegeben. Unsere Spieler haben enorm viel Qualität“, betonte Löw. Entscheidend sei bei einem Turnier, „dass man das in diesen Wochen und Spielen auf den Punkt bringt“.

All the groups are displayed behind the trophy of the UEFA Euro 2016 football tournament after the final draw in Paris on December 12, 2015. AFP PHOTO / LIONEL BONAVENTURE / AFP / LIONEL BONAVENTURE (Photo credit should read LIONEL BONAVENTURE/AFP/Getty Images)
Deutschland trifft bei der EM in Gruppe C auf die Ukraine, Polen und Nordirland. Foto: LIONEL BONAVENTURE / AFP / Getty Images

EM als „Zwischenziel“

Löw wird in dem Bericht mit den unglücklich wirkenden Worten zitiert, die EM 2016 sei nur ein „wichtiges Zwischenziel“ auf dem Weg zur WM-Titelverteidigung 2018 in Russland. Dennoch machte der Bundestrainer deutlich, den EM-Pokal gewinnen zu wollen. „Ich gehe davon aus, dass wir beim Turnier weit kommen“, sagte Löw vorher.

Der Vorbereitungsplan zur EM sieht in groben Zügen und laut dem Bericht des kicker wie folgt aus:

  • Das DFB-Präsidiumssitzung segnet am 22. Januar den Kosten- und Terminplan für die EM ab.
  • Am 23. Mai, nach dem Abschluss der Saison, soll das Trainingslager in Ascona aufgeschlagen werden.
  • Anfang Juni sind zwei Testspiele in Deutschland geplant.
  • Spätestens am 6. Juni soll das Teamquartier in Evian-les-Bains am Genfer See bezogen werden.
  • Den 23-köpfigen EM-Kader wird Löw voraussichtlich vor dem letzten Bundesliga-Spieltag (14. Mai) benennen.

 

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