Lustenberger kann sich Karriereende in Berlin vorstellen

München- Hertha BSC ist als Dritter in der Tabelle die Überraschung der Hinrunde. Im Interview mit der Sport-Bild sprach Kapitän Fabian Lustenberger über die Champions League, die Stimmung in der Mannschaft und seine persönliche Zukunft.

Leverkusen's midfielder Karim Bellarabi (L) and Hertha's Sweiss defender Fabian Lustenberger vie for the ball during the German first division Bundesliga football match Herta Berlin vs Leverkusen in Berlin on December 5, 2015. AFP PHOTO / TOBIAS SCHWARZ RESTRICTIONS: DURING MATCH TIME: DFL RULES TO LIMIT THE ONLINE USAGE TO 15 PICTURES PER MATCH AND FORBID IMAGE SEQUENCES TO SIMULATE VIDEO. == RESTRICTED TO EDITORIAL USE == FOR FURTHER QUERIES PLEASE CONTACT DFL DIRECTLY AT + 49 69 650050. / AFP / TOBIAS SCHWARZ (Photo credit should read TOBIAS SCHWARZ/AFP/Getty Images)
Spielte mit Hertha BSC eine starke Hinrunde: Kapitän Fabian Lustenberger. Foto: TOBIAS SCHWARZ/AFP/Getty Images

Lustenberger träumte von der Champions League

„Wir sind Dritter nach der Hinrunde, da flachsen wir in der Mannschaft schon manchmal, wie viel möglich ist, wenn wir noch einmal so ein Halbjahr spielen“, deutete Lustenberger an, dass die Champions League in der Mannschaft durchaus ein Thema sei. „Als Sportler will ich mich mit den Besten messen“, machte er klar. Als er 14 war, habe er den Traum von der Champions League bereits gehabt. In der Rückrunde erwarte er von der Mannschaft, dass Sie mehr Härte zeige. „Wir müssen auch mal zulangen, ohne unfair zu sein. Als Tabellendritter ist unsere Situation jetzt neu.“ Daher müsse man den Gegnern Selbstsicherheit demonstrieren.

Mannschaftliche Geschlossenheit als Stärke

Hertha ist nach der Hinrunde Dritter und könnte die beste Platzierung seit 2009 schaffen. Damals wurde der Hauptstadtklub Vierter. Lustenberger sieht Unterschiede zwischen dem damaligen und dem heutigen Team: „Von den Einzelspielern waren wir damals besser. Voronin, Pantelic, Raffael – wir hatten mehr Spieler, die den Unterschied allein ausmachen konnten. Jetzt sehen wir, was möglich ist, wenn ein Team funktioniert.“ Er ist optimistisch, dass die positive Serie weitergeht. „Die Vorbereitung lief optimal, in den Tests haben wir guten Fußball gespielt, das Selbstvertrauen ist groß, die Atmosphäre in der Mannschaft gut“, so Lustenberger. „Ein Sieg gegen Augsburg, und wir kommen gleich wieder in einen Lauf“, hoffte er.

Grundätzlich erleichtere der gute Tabellenplatz das Miteinander in der Mannschaft. „Im Trainingslager haben wir diese gute Atmosphäre genutzt, um einige Dinge offen anzusprechen. Wir bekommen jetzt eine neue Kabine. Da sind Regeln für die Ordnung und das Miteinander wichtig“, bekannte Lustenberger. Angesichts des großen Kaders und der Rückkehr einiger Rekonvaleszenten fürchtet er aber auch Probleme. „Klar, je mehr Spieler da sind, desto mehr unzufriedene gibt es. Es wird wichtig sein, allen zu zeigen, dass sie dazugehören“, so Lustenberger. Den Teamgeist sehe er aber nicht gefährdet.

Bleiben die Top-Spieler?

Lustenberger rechnet damit, dass die starken Leistungen der Hertha-Profis bei einigen Vereinen Begehrlichkeiten wecken. „Wenn solche starken jungen Spieler wie Mitchell Weiser oder John Anthony Brooks bei uns ihre Höchstleistungen abrufen, ist klar, dass größere Vereine kommen.“ Die Wertschätzung im Klub sowie das Leben in der Hauptstadt sieht er als Trumpf für einen Verbleib seiner Kollegen in Berlin. Sie sollen, so Lustenberger, „daran denken, welchen Status sie inzwischen bei uns haben und ob sie in einer anderen Stadt leben wollen“. Etwas Besseres als Berlin könne keinem passieren, so Lustenberger.

Lustenberger kann sich Karriereende in Berlin vorstellen

Der Hertha-Kapitän sprach auch über seine eigene Vertragssituation. Bereits seit 2007 ist er in Berlin und damit einer der dienstältesten Spieler. „Natürlich kann ich mir vorstellen, mein Leben lang in Berlin zu bleiben“, sagte er. Bis 2017 läuft sein Vertrag beim Hauptstadtklub. Gespräche über eine Verlängerung habe es noch nicht gegeben. „Ich rechne aber damit, dass sie kommen“, so der Schweizer.

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