Magath stört Medien-Hysterie

München – Felix Magath trainierte sieben der aktuellen Bundesligavereine. Nach seinem letzten Intermezzo beim FC Fulham vermeldeten zuletzt einige Medien der 62-Jährige habe beim japanischen Verein Sagan Tosu unterschrieben. Es dauerte nicht lange bis Magath das vermeintliche Engagement dementierte. Nun ist er beim VfB Stuttgart den Gerüchten nach im Gespräch. Seine Trainerlaufbahn sieht er in jedem Fall noch nicht am Ende. Im modernen Fußball kommt ihm das Fachwissen zu kurz, die Kommunikation überrage.

Felix Magath sieht die Berlin mittlerweile in der Spitzengruppe angekommen und traut der Hertha die internationalen Plätze auch am Ende der Saison zu. Foto: Ben Hoskins/Getty Images
Felix Magath führte nahezu alle seine Teams in der Tabelle weiter nach oben. Foto: Ben Hoskins/ Getty Images

Die größten Erfolge von Felix Magath

Felix Magath hängt an seinem Beruf und den vielen Erfolgen in der Bundesliga. Mit den Bayern holte er zweimal in Folge das Double, mit Wolfsburg wurde er überraschend Deutscher Meister und führte Vereine wie den HSV und den VfB Stuttgart in den internationalen Wettbewerb.

Felix Magath ist für seine Eigenwilligkeit bekannt

Für sein Image als „Quälix“ möchte er sich nicht mehr rechtfertigen wie er im Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung erzählt: „Ich will Spieler entwickeln und mit meinen Mannschaften Erfolg haben. Das ist mein Antrieb, mein Ziel, das habe ich immer erreicht.“

Felix Magath kritisiert Bundesligavereine

Aus seiner heutigen Distanz heraus kritisiert er das Auftreten der Bundesligavereine gegen den FC Bayern München: „Der eine huldigt Guardiola. Der andere sagt: Wenn wir hier mit vier Toren verlieren, haben wir es gut gemacht. Und der Dritte: Ich stelle nur noch Verteidiger auf. Es ist eine Art von Selbstaufgabe, ein Akzeptieren der Übermacht. So könnte ich nie arbeiten.“

Gibt es eine Zukunft für Felix Magath im Trainergeschäft?

Trotz der Entwicklung, dass junge Trainer dominieren, ist Felix Magath immer noch nicht müde und strebt ein weiteres Engagement als Trainer an. Die Verhandlungen mit dem japanischen Verein Sagan Tosu sind noch nicht abgeschlossen und beim VfB Stuttgart brachte er sich zuletzt ebenfalls ins Gespräch.

PR nimmt Überhand

Was ihn aber besonders ärgert am vermeintlich modernen Fußball ist offenbar der Medien-Hype um Deutschlands Volkssport Nummer eins. Das Fachwissen der Trainer rücke in den Hintergrund, Kommunikations-Talente und eine gute PR-Kampagne würden, so Magath sinngemäß, Überhand nehmen und das Wesentliche verdecken. „Die Nachricht, oftmals nur die Schlagzeile, ist heute wichtiger als die Sache. Es geht nur noch um Unterhaltung und Verkaufen. Alles wird schöngeredet und positiv dargestellt, jedes kritische Wort vermieden. Wenn man aber einen Leistungsanspruch hat, kommt man ohne Kritikbereitschaft nicht aus“, erklärte Magath.

Alles beim Alten

Für den gebürtigen Unterfranken habe sich der Fußball selbst gar nicht groß verändert, auch dies sei eine Inszenierung, die die Realität verfälschen. Magath führte aus: „Dennoch herrscht der Wunsch im Fußball vor, seit Jahren scheinbar alles neu machen zu wollen. Ich weiß nicht, was sich im Spiel Fußball selbst verändert haben soll. Aber es wird halt so kommuniziert, als hätte das Spiel sich verändert.“

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