Boxing Day in der Bundesliga?

München – Die Bundesliga-Manager Klaus Allofs (VfL Wolfsburg), Horst Heldt (FC Schalke) und Max Eberl (Gladbach) trafen sich für die Welt am Sonntag zum Manager-Gipfel und sprachen über einen möglichen Boxing Day in Deutschland und RB Leipzig als neuen Konkurrenten in der Bundesliga.

Wie sinnvoll wäre der Boxing Day in der Bundesliga? (Foto: Matthias Hangst/Getty Images For DFL)
Wie sinnvoll wäre der Boxing Day in der Bundesliga? (Foto: Matthias Hangst/Getty Images For DFL)

Boxing Day in Deutschland?

Bundesliga an Weihnachten? Horst Heldt fände es „spannend“ am zweiten Weihnachtstag zu spielen. Klaus Allofs pflichtete dem Schalke-Manager bei: „Ein Boxing Day hätte seinen Reiz. Die Pause könnte ja danach beginnen. Wichtig ist bei der ganzen Diskussion, dass wir offen sind für Neues, an die Tradition denken und die Zuschauer noch enger an uns binden.“ In England besitzt der Boxing Day bereits Tradition und erfreut sich großer Beliebtheit. Auch Max Eberl hätte nichts dagegen: „Warum nicht. Mir ist nur wichtig, dass wir nicht alles wie eine Zitrone auspressen. Wir müssen schauen, dass wir konkurrenzfähig bleiben, klar.“

Bayern München ohne Konkurrenz

Den FC Bayern sehen die drei Manager in einer anderen Liga. „Die Bayern marschieren doch seit Jahren vorne weg. Als wir drei selbst noch gespielt haben, waren sie vielleicht nur nicht so dominant“, sagte Horst Heldt. Klaus Allofs fügte hinzu, dass er sich an anderen Vereinen orientiert: „Ehrlich gesagt, mich interessiert es gar nicht so sehr, wie weit die Bayern von uns weg sind. Mich interessieren viel mehr der BVB oder Schalke oder Gladbach.“

RB Leipzig als neuer Konkurrent

Mit RB Leipzig wird ein weiterer Konkurrent im Kampf um die internationalen Plätze erwartet. Max Eberl steht dem möglichen Aufstieg des derzeitigen Zweitligisten nüchtern gegenüber: „Sie werden, wenn sie es wollen, an uns vorbeiziehen. Die werden wie geschnitten Brot durch die Bundesliga ziehen. Sie haben die finanziellen Möglichkeiten und mit Ralf Rangnick jemanden, der gute Entscheidungen treffen kann.“

Statuten müssen eingehalten werden

Horst Heldt sieht im Standort von RB einen schlafenden Riesen: „In Leipzig hat viel brach gelegen. Insofern ist es auch anzuerkennen, was dort seitens eines großen Sponsors bewerkstelligt wurde. Wenn RB aufsteigt, muss man das akzeptieren. Punkt. Und wenn sie dann irgendwann so mächtig sind, dass sie den Bayern Paroli bieten können, ist das so.“ Schalkes Manager brachte jedoch auch die Spielregeln ins Spiel: „Wichtig ist nur, dass die Statuten eingehalten werden und wir keinen Verein durchwinken, der sich nicht an Bestimmungen hält.“

 

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