Mandzukic: „Buffon war mein Idol“

München – Mario Mandzukic ist vor der Saison von Atletico Madrid zu Juventus Turin gewechselt. Weil er zunächst verletzt war, hatte er eine schwere Eingewöhnungszeit, räumte der Kroate gegenüber Sportske Novosti ein. Was er auch verriert: Vor seinem Wechsel 2012 vom VfL Wolfsburg zum FC Bayern habe er bereits ein Angebot von Juve erhalten, der Ruf der Bayern sei jedoch verlockend gewesen. Nun aber könne er mit seinem Idol aus der Kindheit in einem Team spielen: Torwart Gianluigi Buffon.

TURIN, ITALY - NOVEMBER 25: Mario Mandzukic of Juventus directs a shot on goal past the challenge from Nicolas Otamendi of Manchester City during the UEFA Champions League group D match between Juventus and Manchester City FC at the Juventus Stadium on November 25, 2015 in Turin, Italy. (Photo by Mike Hewitt/Getty Images)
Mario Mandzukic kommt bei Juventus Turin in Fahrt. Foto: Mike Hewitt / Getty Images

Vor der EM 2012 in Kontakt mit Juve

„Vor der EM 2012 war ich in Kontakt mit Juve, aber dann kamen die Bayern, die die Nummer eins in der Bundesliga waren, und ich bin nach München gegangen. Drei Jahre später hat mich das Schicksal nach Turin gebracht“, sagte Mandzukic nun gegenüber der kroatischen Zeitung Sportske Novosti.

Umso schöner für ihn nun, dass er einen Traum erfüllt bekommt. „Als ich ein Kind war, war Buffon mein Idol“, betonte Mandzukic. Als Buffon 1995 im Tor des AC Parma sein Debüt in der Serie A feierte, war Mandzukic gerade mal neun Jahre alt.

Der Klub als Institution

Mandzukic sprach auch über seine Eingewöhnungsphase in Italien. „Das erste, was ich in Turin kennengelernt habe, ist die Dimension des Vereins. Juve ist eine Institution, weshalb unser schlechter Saisonstart für Spannungen in der Öffentlichkeit gesorgt hat. Mich hat aber sehr beeindruckt, wie der Klub und seine Funktionäre darauf reagiert haben: mit zurückhaltender Präsenz, ohne Konfusion“, sagte Mandzukic.

Presserummel will Mandzukic ohnehin umgehen. „Ich spreche nicht gerne und liebe die Ruhe. Ich bin kein großer Freund der Journalisten, habe aber kein Problem mit ihnen, da sie auch nur ihren Job machen müssen. Ich glaube aber, dass das Wichtigste das ist, was ich auf dem Platz zeige. Darüber können die Leute urteilen.“

Lange Zeit verletzt

Auch er persönlich machte zu Beginn eine schwere Phase in Turin durch. Er fühlte sich „schrecklich“ und „verzweifelt“, was für ihn eine unbekannte Situation dargestellt habe. Der Kroate hatte zunächst keinen Treffer für Juve erzielt und ging in fünf Ligaspielen leer aus. Dann folgte ein Muskelfasereinriss, der ihn zu einer Pause von fast einem Monat zwang.

TURIN, ITALY - DECEMBER 13: Gianluigi Buffon of Juventus FC celebrates his team-mates goal during the Serie A match betweeen Juventus FC and ACF Fiorentina at Juventus Arena on December 13, 2015 in Turin, Italy. (Photo by Marco Luzzani/Getty Images)
Gianluigi Buffon ist Vorbild für Teamkollge Mario Mandzukic. Foto: Marco Luzzani / Getty Images

„Ich habe schlecht gespielt“

„Ich habe schlecht gespielt und mich dann verletzt. Dann kam eine Infektion hinzu, die eine lange Pause verursacht und mich geschwächt hat“, sagte Mandzukic. In dieser Zeit sei er manchmal die ganze Nacht wach gewesen und habe sich gefragt, was mit ihm los sei. „Ich war verzweifelt, weil ich keinen Ausweg gesehen hatte“, sagte Mandzukic nun rückblickend.

Trainer Massimilano Allegri habe ihn jedoch Vertrauen geschenkt und aus der Krise geholfen, ist der kroate seinem Coach dankbar. „Das bedeutet mir sehr viel“, sagte Mandzukic. Zuletzt zeigte sich Mandzukic wieder in guter Form. Fünf Tore glückten ihm in den vergangenen sechs Ligaspielen.

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