England

Mata setzt auf Titel-Sammler Schweinsteiger

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München – Die Vita von Juan Mata liest sich ähnlich eindrucksvoll wie die seines neuen Teamkollegen Bastian Schweinsteiger: Der rechte Flügelstürmer von Manchester United hielt mit Spanien 2010 den WM-Pokal in die Höhe, 2012 gewann er mit dem FC Chelsea die Champions League. Schweinsteiger zog nach, 2013 gewann er mit dem FC Bayern die Königsklasse, 2014 den WM-Titel. Nun sind beide Teamkollegen bei Manchester United – und Mata betont, wie wichtig der Kapitän der deutschen Nationalmannschaft für die Red Devils schon geworden ist.

 Taktgeber im Mittelfeld

„Mit Bastian läuft es wie geschmiert, er verbindet die Defensive mit der Offensive. Er steckt uns Jungs dort vorne die Bälle in einer Form, die zugleich die Abwehr des Gegners aushebelt“, sagte der spanische Welt-und Europameister von Manchester United dem kicker.

Mata: „Schweinsteiger besitzt taktische Intelligenz“

Nach dessen Anfangsschwierigkeiten in der Premier League – “es ist natürlich schwierig, sich daran zu gewöhnen. Gerade als Mittelfeldspieler kann man da verrückt werden: angreifen, verteidigen, angreifen“ – überzeuge der Münchner mittlerweile mit seiner sehr guten Physis, dem Stellungsspiel und seiner taktischen Intelligenz, so Mata wertschätzend über Schweinsteiger.

Gewinner-Gen für Manchester United

Das wichtigste Puzzleteil, was Schweinsteiger für das hochbezahlte Ensemble (Manchester United hat laut transfermarkt.de den viertteuersten Kader der Premier League) mitbringe, sei aber der Faktor Erfahrung, betonte Mata und führte aus: „Er hat ja praktisch alles gewonnen. Dann sein taktisches Gespür und natürlich seine Persönlichkeit. Er hilft sowohl uns Spielern als auch dem Trainer.“ Die Titel-Sammlung von Schweinsteiger ist in der Tat groß: Weltmeister, Champions-League-Sieger, FIFA Klub-Weltmeister, achtfacher Deutschen Meister sowie siebenfacher Deutscher Pokalsieger.

Lob für Coach van Gaal

Auch ein weiterer Ex-Münchner kam sehr gut bei Juan Mata weg: Trainer Louis van Gaal. Er sei ein „ehrlicher Typ, aber auch sehr, sehr frontal. Er sagt es hart und geradeheraus, aber er nimmt dich auch in den Arm, ist generell sehr nah am Spieler dran, spricht viel mit uns“, beschrieb er die Zusammenarbeit mit dem Holländer, der, wenn es nach ihm geht, schon im Sommer wieder zum „Feierbiest“ werden soll: „Zwei Jahre ohne Titel seit der Meisterschaft 2013 sind genug. Die Fans haben sich 25 Jahre ans Feiern gewöhnt“, hofft Mata auf Edelmetall für die klubeigene Vitrine in Manchester.

Traum vom EM-Finale Deutschland – Spanien

Doch der 27-jährige Spanier, der bei der EM 2016 in Frankreich gerne im letzten Spiel des Turniers auf seinen Spezi Bastian Schweinsteiger treffen würde – “ein Finale Spanien – Deutschland würde ich glatt unterschreiben“ – fand auch kritische Worte für die fortschreitende Kommerzialisierung im Fußball. „Es gibt zu viele Interessen, finanziell. Auch zu viele Ungerechtigkeiten. Ich mag das Training, natürlich auch das Spiel, vor allem aber dieses besondere Gefühl bei großen Spielen. Das ganze Drumherum indes mag ich nicht“, sagte Mata, der mit 19 Jahren sein Debüt in der Primera Division gab. Mata betonte: „Ich bin ein normaler Junge. Nicht normal ist mein atypisches Leben, dieses Fußballerleben mit allem Wirbel. Anerkennung, Erfolg, Gehalt – da kann man schon die Perspektive verlieren, die Bodenhaftung. Man sollte aber nie die Realität aus den Augen verlieren.“

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