Bundesliga

Matthäus rät Bayern zum Hummels-Kauf

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München – Das Spitzenspiel am Samstag zwischen Borussia Dortmund und dem FC Bayern München steht trotz englischer Woche im Mittelpunkt des Interesses. Der BVB möchte Revanche nehmen für die bittere 1:5 Pleite im Hinspiel. Lothar Matthäus sieht die Konkurrenten nicht so weit auseinander, wie es die Tabelle aktuell aufzeigt – und rät seinem Ex-Klub, weiterhin bei den Dortmundern zu wildern.

FCB soll Hummels holen

Borussia Dortmund spielt eine bärenstarke Saison und liegt dennoch acht Punkte hinter dem FC Bayern München, der diese Saison anscheinend alle Rekorde purzeln lassen möchte. Eine Schwachstelle gibt es aktuell dennoch – die Innenverteidigung. Mit Jerome Boateng, Javi Martinez und Holger Badstuber fallen drei gelernte Abwehrspieler aus.

Lothar Matthäus rät dem deutschen Rekordmeister daher in seiner Sport-Bild-Kolumne: „Der FC Bayern würde wiederum gut daran tun, sich über Mats Hummels Gedanken zu machen, falls dieser sich für einen Abschied aus Dortmund entscheidet. Wie Boateng beherrscht er den langen, öffnenden Pass beim Spielaufbau.“ Der Ex-Profi erkannte noch einen weiteren Vorteil: „Bayern hätte zusammen mit Boateng nicht nur die DFB-Abwehr in den eigenen Reihen, sie würden auch ihren gefährlichsten Gegner in der Bundesliga schwächen.“

Profis brauchen klare, ernstgemeinte Worte

Hummels bräuchte wahrscheinlich keine lange Anlaufzeit, schließlich kennt sich der 27-Jährige, nachdem er dreizehn Jahren in München spielte, bestens im Verein aus. Matthäus weiß: Die Dortmunder sind aktuell nicht so weit entfernt von den Münchenern, wie es die Tabelle ausdrückt. Die gute Arbeit von Thomas Tuchel ist einer der Gründe hierfür. Der ehemalige Coach des 1. FSV Mainz 05 sei ein totaler Disziplinsfanatiker und in Sachen Taktik ein Genie.

Tuchel habe allerdings einen anderen, ganz wichtigen Vorzug, gegenüber Pep: „Tuchel spricht dagegen deutlich an, wenn ihm etwas nicht passt, wie zuletzt die Leistung von Gündogan in der Europa League in Porto.“ Daran scheitert es in der Tat beim Spanier: So wollte er letzte Saison „1000 Dantes“, obwohl der Brasilianer wöchentliche wackelte. Und Joshua Kimmich wurde nach der Partie gegen Juventus Turin trotz zwei schwerer Patzer für eine „super-super“ Leistung gelobt. Matthäus: „An klaren Ansagen können sich die Spieler besser orientieren als an Lob, bei dem sie selbst am besten wissen, dass es nicht ernst gemeint sein kann.“

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